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Junge Dresdner scheitern in der "Höhle der Löwen"

Mit Handyspielen, die vollen Körpereinsatz erfordern, wollten die Dresdner durchstarten. Vor allem ein Investor ließ jedoch kein gutes Haar an der Idee.

Richard Schütze, Etienne Petermann und Jakob Wowy (v.l.) von Evomo konnten die "Löwen" vom Fernsehsender Vox nicht überzeugen.
Richard Schütze, Etienne Petermann und Jakob Wowy (v.l.) von Evomo konnten die "Löwen" vom Fernsehsender Vox nicht überzeugen. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Dresden. Verlieren konnten sie nichts, das war von Anfang an klar. Und zu gewinnen gab es mindestens ein Abenteuer für die jungen Dresdner Macher einer Fitness-App namens Moovya. Das Team wagte sich in die "Höhle der Löwen" bei Vox, um den Investoren ihre Idee schmackhaft zu machen: Ein Handy-Spiel, das vollen Körpereinsatz erfordert und somit ganz nebenbei fit hält.

Mit ihrem Startup-Unternehmen Evomo haben Hermann Schreier, Richard Schütze, Etienne Petermann und Jakob Wowy eine Möglichkeit entwickelt, mithilfe der Sensortechnik eines Smartphones komplexe Bewegungsmuster zu erkennen. Im vergangenen Dezember brachten sie eine erste App dazu auf den Markt.

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Bei den "Löwen" ernteten sie in der am Montag ausgestrahlten Show mit ihrer Idee viele Fragezeichen. Das ging schon mit dem Namen los. "Wir haben hier gerätselt, wie spricht man es aus", merkte Georg Kofler an, für den das aber noch das geringste Problem war. "Also ich bin von allem, was ich sehe und höre, überhaupt nicht überzeugt", ätzte er. "Viel zu mühselig, viel zu fragmentiert, das alles. Das ist für mich gar kein Investment-Case, von daher bin ich raus."

Keiner der Investoren in der Show wollte in das Dresdner Start-up investieren.
Keiner der Investoren in der Show wollte in das Dresdner Start-up investieren. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Mit weniger drastischen Formulierungen, aber dennoch deutlich, verabschiedeten sich auch die anderen "Löwen" aus dem Rennen. Carsten Maschmeyer zeigte immerhin Interesse an der Kombination von Fitness und Spielen, empfand die gewünschten 200.000 Euro für zehn Prozent am Unternehmen aber ebenfalls als unrealistisch. "Ihr überschätzt euren Innovations-Vorsprung", sagte er.

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Nachdem sie ihre Enttäuschung heruntergeschluckt hatten, nahmen die Dresdner die Absagen sportlich. "Wir sollten stolz sein, hier gewesen zu sein", sagte Etienne Petermann. Einige Tage später sah auch Hermann Schreier, der selbst nicht beim Auftritt dabei sein konnte, das Positive am Fernsehauftritt. "Für die Jungs war das eine mega Erfahrung. Das kann ihnen niemand mehr nehmen."

Außerdem seien während der Show die Zugriffszahlen auf die Evomo-Seite wie erhofft deutlich nach oben gegangen. "Es hat uns also auf jeden Fall geholfen, Aufmerksamkeit zu generieren." Nun müssen nur noch bei Investoren anklopfen.

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