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Margon-Arena kommt ohne Parkhaus aus

Die Dresdner Mehrzweckhalle wird saniert und erweitert. Wie die Stadt das Parkplatzproblem an der Bodenbacher Straße lösen will.

Das Parkhaus an der Margon-Arena muss nun doch nicht gebaut werden. Damit wird das Bauprojekt um einiges günstiger.
Das Parkhaus an der Margon-Arena muss nun doch nicht gebaut werden. Damit wird das Bauprojekt um einiges günstiger. © Archiv: SZ Grafik

Dresden. Es ist ohne Frage ein Problem im Umfeld der Mehrzweckhalle an der Bodenbacher Straße: Wer mit dem Auto kommt, findet nur schwer einen Parkplatz. Deshalb hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, nach alternativen Parkmöglichkeiten zu suchen. Ziel war es, einen Parkhaus-Neubau zu verhindern, der auf dem Areal der jetzigen Tennisplätze geplant war. Im Zuge der vom Stadtrat 2012 beschlossenen Sanierung und Erweiterung der Margon-Arena soll nun dennoch das Parkproblem gelöst werden.

Die möglichen Alternativen sollen demnächst gemeinsam mit der städtischen Tochterbaugesellschaft Stesad vorgestellt werden. "Der Eigenbetrieb Sportstätten Dresden hat mit der Stesad sechs Varianten entwickelt, die in den kommenden Wochen in den Ausschüssen beraten werden", teilt die Stadt mit - und nennt auch schon die infrage kommenden Standorte. "Für die künftigen Stellplätze favorisieren die Fachleute die Nutzung der Werferanlage." Entsprechend der Spielpläne der DSC Volleyball-Damen sowie der Basketballer der Dresden Titans falle der Parkplatz-Bedarf vor allem auf das Winterhalbjahr.

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Werfer müssen umziehen

Die Werferanlage soll stattdessen auf der Fläche des derzeitigen Berufsschulzentrums (BSZ) für Wirtschaft "Prof. Dr. Zeigner" entstehen. Im Sommerhalbjahr würde die Anlage dann für die Leichtathletik und den Schulsport zur Verfügung stehen. Die Anpassung des dafür notwendigen Oberflächenbelages ist mit dem Leichtathletik-Verband und den hauptnutzenden Vereinen abgestimmt.

Für das alte BZ-Gebäude gibt es ohnehin schon Pläne: Es wird im Zuge des geplanten Neubaus für das neue Gymnasium Linkselbisch-Ost (LEO) abgerissen. Die Stadt betont, dass sich die Planungen für den Neubau durch die neue Parkplatzlösung aber nicht verzögern werden. Mit der Variante kann auch der Tennisclub Dresden-Seidnitz seine Trainingsplätze behalten.

Und sie hat noch einen weiteren Vorteil - und zwar mit Blick auf die Finanzen: Die Stadt muss für diese Stellplatzlösung keine anderen Flächen ankaufen. Zudem spart sie sich die Kosten für den Neubau des Parkhauses in Millionenhöhe. "Bei Berücksichtigung aller Kosten würde die von der Verwaltung zunächst vorgeschlagene Lösung allein für den Stellplatznachweis sieben bis acht Millionen Euro erfordern" so Grünen-Stadtrat Torsten Schulze, Sprecher für Sport und Wirtschaft. Die jetzt gefundene alternative Lösung solle beispielgebend auch für andere Vorhaben in der Stadt sein, um wertvolle Flächen nicht dem ruhenden Verkehr zu opfern, so Schulze weiter.

Auf der östliche Seite der Margon-Arena gibt es zwar einen kleinen Parkplatz, der reicht aber bei Großveranstaltungen für die Besucher nicht aus.
Auf der östliche Seite der Margon-Arena gibt es zwar einen kleinen Parkplatz, der reicht aber bei Großveranstaltungen für die Besucher nicht aus. © Christian Juppe

Mehrzweckhalle künftig mit mehr Besuchern

Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) begrüßt es, dass nach intensiver Diskussion in den beteiligten Gremien eine Variante gefunden wurde: "Die Diskussion hat zu einer Erweiterung des Prüfungsumfangs geführt und damit zu einer besseren Lösung." Diese ist dringend nötig, denn mit dem Ausbau der Margon-Arena ab 2023 finden 600 Besucher zusätzlich in der Halle Platz. Die Anzahl der Sitze auf den Tribünen wächst dann auf 3.600.

Zudem sollen vier weitere Trainingsflächen, Räume für Physiotherapie und Reha sowie ein neuer VIP-Bereich entstehen. Auch weitere Büroflächen sind geplant. Zukünftig könnten hier die Geschäftsstellen der DSC-Volleyballerinnen sowie von den Basketballern der Dresden Titans einziehen.

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