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Elf Tonnen Asphalt für Dresdner Straße

Nach den kalten Wintertagen gibt es starke Schäden an Dresdner Straßen. Wie die Notlösung aussieht.

Ausgebessert sind jetzt die großen Schlaglöcher auf dem Langen Weg in Prohlis. Jetzt kommen weitere stark geschädigte Straßen an die Reihe.
Ausgebessert sind jetzt die großen Schlaglöcher auf dem Langen Weg in Prohlis. Jetzt kommen weitere stark geschädigte Straßen an die Reihe. © Marion Doering

Dresden. Der Winter mit Schnee, Kälte und Eis ist kaum vorbei – und schon sind die Schlaglöcher auf dem Langen Weg verschwunden. Darüber dürften sich nicht nur die Prohliser freuen, sondern auch viele andere Kraftfahrer.

Nach dem jüngsten Wintereinbruch klafften dort Löcher, die bis zu einem Meter lang und bis zu 20 Zentimeter tief waren. Auf der stark befahrenen Straße wurde das für Autos zum großen Problem, die dort Slalom fahren mussten.

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Zumal derzeit wegen Einschränkungen auf der Verkehrsachse Straße des 17. Juni/Breitscheidstraße viele Autos über den Langen Weg zur Dohnaer Straße ausweichen. Deshalb gibt es im Berufsverkehr immer lange Staus. Schon im Normalfall werden dort täglich rund 9.000 Autos gezählt.

Diese Straßen werden als nächstes ausgebessert

Der Regiebetrieb Zentrale Technische Dienste hat schnell gehandelt und am vergangenen Donnerstag die Schäden beseitigt, teilt er mit. Die Straßenbauer hatten dabei großen Aufwand.

Das wird daran deutlich, dass rund elf Tonnen Asphalt eingebaut werden mussten. Die Kosten für die Ausbesserung belaufen sich auf rund 4.500 Euro.

Jetzt sollen die nächsten Straßen an die Reihe kommen, teilt der Regiebetrieb mit. Ausgebessert werden Schäden auf folgenden Straßen: Lockwitztalstraße, Reicker und Tornaer Straße sowie Tiergarten-, Niederwald- und Dornblüthstraße.

Straßenbauamt will aus Geldmangel nur Decken sanieren

Allerdings ist es mit Ausbesserungen nicht getan. Doch das Geld für die Sanierung oder den grundhaften Ausbau ist knapp. Untersuchungen gehen davon aus, dass zwischen 2021 und 2025 rund 75 Millionen Euro dafür nötig sind, um Dresdner Straßen und Brücken sowie die zugehörige Beleuchtung und die Leit- und Sicherungstechnik in einen guten Zustand zu bringen.

Das hatte kürzlich die neue Straßenbauamtschefin Simone Prüfer erklärt. „Zur Verfügung haben wir dieses Jahr allerdings nur 30 Millionen für Investitionen und 18 Millionen für den Unterhalt der Straßen und Brücken“, sagte sie. „Wir werden das Geld künftig viel zielgerichteter einsetzen müssen.“

Statt grundhaftem Ausbau auch auf Hauptstraßen werde es mehr um Deckensanierungen gehen. Als ersten Schritt will das Straßenbauamt mit der Straßenuntersuchung eine Finanzprognose aufstellen. Auf der Basis soll über den Haushalt für die kommenden Jahre verhandelt werden.

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