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Erste Schneefreuden in Dresden

Am Sonntag luden in der Stadt die ersten Flocken zu Winter-Abenteuern ein. An einigen Orten kamen bereits Rodler und Schneemannbauer auf ihre Kosten.

In Gönnsdorf im Schönfelder
Hochland nutzten Bastian Engelmann und sein Sohn Elia am Sonntagvormittag den Schnee.
In Gönnsdorf im Schönfelder Hochland nutzten Bastian Engelmann und sein Sohn Elia am Sonntagvormittag den Schnee. © Marion Doering

Dresden. Am Sonntagmorgen wurden so einige Frühaufsteher in Dresden beim Blick nach draußen überrascht. Dächer, Wiesen und Straßen waren zum ersten Mal in diesem Winter weiß. Während sich der Schnee im Tal eher auf eine Puderzuckerschicht begrenzte, wurden in höher gelegenen Stadtteilen wie Weißig oder Naußlitz schon mehr als fünf Zentimeter gemessen.

Das nutzten schon am Morgen zahlreiche Familien für einen Schneespaziergang samt Schlitten oder Po-Rutscher. Für viele kleine Kinder ist es der erste richtige Schnee in ihrem Leben. Im vergangenen Jahr war der Winter noch fast komplett ausgefallen.

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Ob in Plauen an der Coschützer Straße, am Hutberg in Weißig oder in Naußlitz an der Kaufbacher Straße. Überall machten sich die Anwohner auf zu den Rodelhängen. Teilweise tummelten sich dort am Vormittag Dutzende Menschen. Immer wieder fuhren dabei auch Polizeiwagen im Schritttempo an den Straßen vorbei, hatte aber in Hinblick auf die Corona-Abstandsregeln meist nichts zu beanstanden.

Am Elbufer reichte es am Sonntag immerhin schon für kleine Schneemännchen.
Am Elbufer reichte es am Sonntag immerhin schon für kleine Schneemännchen. © Marion Doering

Auf dem Hang in Naußlitz standen die Rodler am Vormittag zeitweise Schlange und bauten sich eine kleine Rampe. Regelrechte Schneeschlösser wurden hier errichtet und gnadenlose Schneeballschlachten mit dem Nachwuchs ließen Mamas kreischen. Andere rollten Kugeln, bis sie die Kolosse auch zur dritt nicht mehr vorwärtsbringen konnten.

Auf die Sonne mussten die kleinen und großen Schneeentdecker dabei vorerst noch verzichten. Aber wen kümmert schon der graue Himmel, wenn er lachend in den Schnee plumpsen kann? Bei Temperaturen knapp über Null Grad kamen im weiteren Verlauf des Sonntags keine weiteren Flocken hinzu. Stattdessen wurde der Schnee immer matschiger.

In Cotta grüßte eine ganze Schneemannfamilie aus dem Vorgarten.
In Cotta grüßte eine ganze Schneemannfamilie aus dem Vorgarten. © privat
In Naußlitz trauten sich auch die Kleinsten auf den Rodelhang.
In Naußlitz trauten sich auch die Kleinsten auf den Rodelhang. © Henry Berndt
Im Gönnsdorfer Park im Schönfelder Hochland wurde gerodelt.
Im Gönnsdorfer Park im Schönfelder Hochland wurde gerodelt. © Marion Doering
Hallo Schneemann!
Hallo Schneemann! © Marion Doering
Unzählige Schneemänner entstanden innerhalb weniger Stunden.
Unzählige Schneemänner entstanden innerhalb weniger Stunden. © Henry Berndt
Auf dem Hang im Naußlitz standen zeitweise die Rodler Schlange.
Auf dem Hang im Naußlitz standen zeitweise die Rodler Schlange. © Henry Berndt

„Überall in Sachsen konnten am Sonntag Schneemänner gebaut werden“, sagt Thomas Hain, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig. „Es gab also keinen Grund, in der Weltgeschichte herumzufahren, was man ja sowieso nicht machen soll.“ In den kommenden Tagen würden allerdings vermutlich keine nennenswerten Schneemengen mehr dazukommen. „Wir erwarten für Dresden eher ein nasskaltes Matschwetter. In der zweiten Wochenhälfte wird es dann zwar deutlich kälter. Dafür gibt es aber kaum noch Niederschläge.“

Fazit: Der Dresdner Winter ist da, aber er schwächelt noch ein wenig.

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