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Finale beim Ausbau für Zwinger-Ausstellung

Während in der Bogengalerie L die Technik bereits eingebaut wird, sind Handwerker noch am Zugang aktiv. Was sie bis zur Eröffnung schaffen müssen.

Sachgebietsleiter Holger Krause vom Baubetrieb des Freistaats freut sich, dass der Ausbau des Empfangsbereiches der Zwingerausstellung im Französischen Pavillon weit fortgeschritten ist.
Sachgebietsleiter Holger Krause vom Baubetrieb des Freistaats freut sich, dass der Ausbau des Empfangsbereiches der Zwingerausstellung im Französischen Pavillon weit fortgeschritten ist. © Sven Ellger

Dresden. Die Dresdner und ihre Gäste können sich auf eine besondere Zeitreise freuen. Noch im Frühjahr wird es möglich, die audiovisuelle Präsentation „Zwinger Xperience“ zu erleben. Die Erlebnisausstellung des Schlösserlands Sachsen trägt den Titel „Macht, Epochen, Dimensionen. Eine Zeitreise“. Darin werden Etappen der Entwicklung des Zwingers auf besonders anschauliche Weise dargestellt. Bis Anfang Januar hatte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) dafür die Bogengalerie L zwischen Französischem und Wallpavillon ausgebaut. Seitdem lässt Schlösserland Sachsen dort die nötigen Einbauten und die Technik installieren.

In der ausgebauten Bogengalerie L sind bereits Einbauten für die Zwinger-Ausstellung installiert. Im Hintergrund ist eine der fünf Sphären zu sehen, an deren Innenflächen Besucher die audiovisuelle Schau präsentiert bekommen.
In der ausgebauten Bogengalerie L sind bereits Einbauten für die Zwinger-Ausstellung installiert. Im Hintergrund ist eine der fünf Sphären zu sehen, an deren Innenflächen Besucher die audiovisuelle Schau präsentiert bekommen. © Sven Ellger

Die zwischen 1710 und 1713 entstandene Bogengalerie hatte August der Starke als Winterquartier für seine Orangen-, Pomeranzen-, Feigen- und Granatapfelbäume errichtet. Seitdem wurde das Bauwerk für verschiedene Zwecke genutzt. „In den vergangenen zwei Jahren haben wir sie so ausgebaut wie seit 300 Jahren nicht mehr“, sagt der zuständige SIB-Niederlassungschef Ulf Nickol. „Das ist gut gelungen.“

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Im Eingangsbereich im Französischen Pavillon werden derzeit die letzten Bauarbeiten ausgeführt. Bauschlosser David Träber bearbeitet hier einen Metallrahmen über einem Verteiler der Fußbodenheizung.
Im Eingangsbereich im Französischen Pavillon werden derzeit die letzten Bauarbeiten ausgeführt. Bauschlosser David Träber bearbeitet hier einen Metallrahmen über einem Verteiler der Fußbodenheizung. © Sven Ellger

Das Erdgeschoss des Französischen Pavillons wird noch als Empfangsbereich ausgebaut. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten. Die originalen Marmorplatten des Fußbodens sind bereits wieder verlegt. „Derzeit wird noch der Fußboden geschliffen“, erläutert SIB-Sachgebietsleiter Holger Krause. Die Tischler warten schon auf den Abschluss dieser Arbeiten. Dann bauen sie in Richtung der Ausstellung in der Bogengalerie den Tresen für die Kasse und den Souvenirshop ein. Auf der anderen Seite wird das Inventar für ein Café aufgestellt.

Die originalen Marmorplatten sind wieder eingebaut. Mit seiner Bodenschleifmaschine gibt ihnen Uwe Grahl den letzten Schliff.
Die originalen Marmorplatten sind wieder eingebaut. Mit seiner Bodenschleifmaschine gibt ihnen Uwe Grahl den letzten Schliff. © Sven Ellger

Im Übergangsbereich zwischen Französischem Pavillon und Semperbau wird der Pirna-Saal ausgebaut. Dabei wird es eine wesentliche Verbesserung für Besucher geben. Techniker haben einen Aufzug installiert. Dadurch kommen auch Behinderte zum Empfangsbereich der Ausstellung. Künftig fährt er auch noch höher bis zum Wall. Zur Eröffnung der Ausstellung wird das wegen der Bauarbeiten im Obergeschoss des Französischen Pavillons aber noch nicht möglich sein.

So entsteht ein zentral gelegener Ort, mit dem der Französische Pavillon, das Restaurant und die Zwingerterrassen auf kurzem Weg barrierefrei mit dem Zwingerhof verbunden werden.

Die Gerüste am Französischen Pavillon sind noch mit schützenden Planen verhüllt. Dahinter restaurierten Fachleute die Fassaden.
Die Gerüste am Französischen Pavillon sind noch mit schützenden Planen verhüllt. Dahinter restaurierten Fachleute die Fassaden. © Sven Ellger

Die Fassaden des Französischen Pavillons werden Schritt für Schritt saniert. Der Sandstein wird gereinigt und entsalzt. Zudem werden verwitterte Teile ersetzt. Viel Arbeit ist nötig, um das Salz aus dem Sandstein zu entfernen.

Das Fachwissen der Experten der Zwingerbauhütte ist auch bei den 48 Skulpturen gefragt, die mit dem Kran vom Französischen Pavillon ausgehoben und in ihre Werkstatt an der Kleinen Packhofstraße gebracht wurden. Dort werden sie restauriert. Dabei handelt es sich um Knabenfiguren, sogenannte Putten. Im Frühjahr sollen die restaurierten Steinkunstwerke vor der Ausstellungseröffnung wieder am Kranarm an ihren alten Standort schweben. Die aufwendige Restaurierung der Fassaden wird aber noch bis Ende dieses Jahres dauern, an der Rückseite am Nymphenbad bis Anfang 2022. Für alle Arbeiten investiert der Freistaat rund 14,3 Millionen Euro.

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In Kürze lesen Sie einen umfassenden Bericht, was Besucher in der Präsentation „Zwinger Xperience“ zu sehen bekommen.

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