merken
PLUS Dresden

Luisenhof ist wieder offen

Die Dresdner Wirte freuen sich über die Öffnung. Probleme bereiten der Personalmangel und renitente Gäste, die sich nicht an die Regeln halten.

Luisenhof-Inhaber Carsten Rühle.
Luisenhof-Inhaber Carsten Rühle. © René Meinig

Dresden. Seit 1. November war das Lokal, wie alle anderen in Dresden aufgrund der Pandemie geschlossen. Nun liegt das erste Wochenende mit geöffneter Innen- und Außengastronomie hinter Luisenhof-Wirt Carsten Rühle und er könnte nicht froher sein. „Die Monate der Schließzeit waren hart, ich arbeite gerne und der Kundenkontakt fehlte mir“, sagt er.Am ersten Wochenende ging es gleich richtig los für Rühle und sein Team. „Drei Hochzeiten wurde am Freitag bei uns gefeiert, da brummten uns allen am Abend die Füße“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Von einer Angst der Gäste, sich auch drinnen hinzusetzen, spürt er nichts.

„Die Dresdner haben das Essengehen so vermisst, viele saßen auch in der ersten verregneten Woche mit Schirm und Decke auf der Terrasse. Im Luisenhof sind schon einige Reservierungen eingegangen für die kommende Woche. Dafür sucht Rühle, wie viele andere Wirte Personal: Köche und Kellner. Auch Johannes Lohmeyer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden kennt das Personalproblem nach Corona. Personalmangel zur Verfügung stellen: „Die Personalsituation im Hotel- und Gaststättengewerbe hat sich durch die pandemiebedingten Lockdowns noch einmal deutlich verschärft.“

Einkaufen und Schenken
Nur einen Klick entfernt
Nur einen Klick entfernt

Hier erhalten Sie nützliche Tipps und die aktuellsten Neuigkeiten rund ums Thema Einkaufen und Geschenke aus Ihrer Region.

Viele Mitarbeiter hätten sich aus der Kurzarbeit heraus neu orientiert und andere Jobs angenommen. Eine Umfrage in der Dresdner Hotelallianz hat ergeben, dass 82 Prozent der Betriebe im Lockdown Personal verloren haben, teilweise in Größenordnungen von 25 bis 30 Mitarbeitern. „Ob und wie viel Personal wir zurückgewinnen können, wird sich zeigen. Fakt ist aber, dass viele Unternehmen in unserer Branche einen massiven Arbeitskräftemangel haben, was für manche womöglich auch existenzgefährdend wird.“

Delizia-Wirtin Ina Giuffrida hat diese Sorgen nicht. „Meine Leute sind zum Glück alle geblieben.“ Auch sie öffnete wieder Innen- und Außenbereich ihres Lokals auf dem Hirsch. „Die Leute haben noch ein wenig Scheu, sich drinnen hinzusetzen, dafür wird die Terrasse sehr gut angenommen.“ Ab und an habe sie Diskussionen mit den Gästen, die die Kontaktnachverfolgungszettel nicht ausfüllen wollen. „Wer das nicht macht, wird höflich gebeten, wieder zu gehen“, sagt sie. Auch Namen wie Mickey Mouse oder Co. schreiben manche Gäste ein. „Das sind aber Ausnahmen und die meisten halten sich an die Regeln.“

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr zum Thema Dresden