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Dresden

FDP will Minijobber im Gesundheitsamt

Der Dresdner Parteivorsitzende will so die überlastete Behörde aufstocken. Die Stadt soll den Bedarf an zusätzlichen Kräften prüfen, fordert er.

Will Kellner in Not ins Gesundheitsamt schicken: Der Dresdner FDP-Vorsitzende Holger Hase.
Will Kellner in Not ins Gesundheitsamt schicken: Der Dresdner FDP-Vorsitzende Holger Hase. © Sven Ellger

Dresden. Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt ist durch die steigende Zahl an Corona-Fällen mit der Nachverfolgung der Infektionsketten überlastet. Der FDP-Kreisverband fordert deshalb die Stadtverwaltung auf, gegebenenfalls Minijobs für diese Arbeit im Gesundheitsamt auszuschreiben. 

„Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt sieht sich seit 27. Oktober außer Stande die potentiellen Ansteckungen bei Neuinfektion zu verfolgen. Damit fliegen wir in Dresden zunehmend blind in der momentanen Pandemielage. Um Abhilfe zu schaffen, bedürften wir vielfacher personeller Unterstützung, um wieder Überblick zu erlangen“, so der Parteivorsitzende Holger Hase.

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Seiner Vorstellung nach könnten die Minijobber aus dem Gastgewerbe kommen. Durch den Lockdown ständen vermutlich tausende Arbeitnehmer des Gastgewerbes ohne Arbeit da, argumentiert Hase.

"Niemand kann ihnen momentan sagen, wie lang die Situation andauert und ob sich zu Weihnachten schon bessere Zeiten abzeichnen." Auch wenn Kurzarbeit einen Teil der Einnahmen abfange, könne Kellnern und Kellnerinnen "niemand das Trinkgeld" ersetzen. 

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Die Stadt Dresden solle daher zusammen mithilfe des Gesundheitsamtes prüfen, wie viele Leute man voraussichtlich bräuchte, um eine effektive Kontaktverfolgung wieder zu gewährleisten und "entsprechende Stellen als Minijobs ausschreiben". 

Damit gebe man Arbeitnehmern, die von der Krise existenziell bedroht seien, die "Möglichkeit an ihrer Überwindung mitzuwirken", so Hase. Das schütze auch die Krankenhäuser vor Überlastung und gebe Kontrolle über die Pandemie zurück. 

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Am Montag hatte die Stadt bekanntgegeben, dass auch Bundeswehrsoldaten in Kürze im Dresdner Gesundheitsamt mithelfen werden, die Infektionsketten nachzuverfolgen. Insgesamt  würden mehr als 100 zusätzliche Arbeitskräfte das Amt verstärken, wie ein Rathaussprecher gegenüber Sächsische.de sagte. 

Konkret handle es sich bei den neuen Mitarbeitern um 25 Beschäftigte der Landeshauptstadt Dresden, die verwaltungsintern den Arbeitsplatz wechseln, 17 Studierende der Verwaltungshochschule Meißen (FH), 40 Bedienstete des Freistaates Sachsen sowie 20 Bundeswehrangehörige. (SZ/dkr/hb)

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