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Im Dresdner Gesundheitsamt fehlen Mitarbeiter

Obwohl die Behörde bereits die Bundeswehr einsetzt, kann die Zielmarke noch nicht erreicht werden. Woran das liegt.

20 Soldaten werden in den nächsten Wochen im Gesundheitsamt Kontaktpersonen und Infizierte anrufen, sowie Quarantänebescheide ausstellen.
20 Soldaten werden in den nächsten Wochen im Gesundheitsamt Kontaktpersonen und Infizierte anrufen, sowie Quarantänebescheide ausstellen. © Julian Stratenschulte/dpa

Dresden. Das Dresdner Gesundheitsamt hat für 100 zusätzliche Mitarbeiter Arbeitsplätze eingerichtet, um die Infektionskettennachverfolgung besser in den Griff zu bekommen. Dafür verlegt die Stadtverwaltung zum einen 30 Mitarbeiter aus anderen internen Bereichen ins Gesundheitsamt, zusätzlich werden von der Verwaltungshochschule Meißen und aus dem gesamten Freistaat 57 Beschäftigte nach Dresden kommen, um hier zu helfen. 

Auch die Bundeswehr wurde um Unterstützung gebeten, weil die Belastung durch die steigenden Corona-Fälle immer größer wird. 20 Soldaten werden in den nächsten Wochen im Gesundheitsamt Kontaktpersonen und Infizierte anrufen, sowie Quarantänebescheide ausstellen.  

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Doch auch die Aufstockung reicht nicht aus, wie die Stadtverwaltung heute mitteilte. Denn bei rund 100 Neuinfektionen pro Tag und 20 Kontaktpersonen pro Fall, bräuchte es theoretisch fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner, heißt es. Insgesamt fehlen dem Gesundheitsamt noch 40 unterstützende Kräfte, so die Stadt Dresden. 

Das liegt auch daran, dass die wenigsten Verwaltungsmitarbeiter ohne Vorkenntnisse in die Arbeit starten können. Außerdem brauche jeder Beschäftigte die entsprechende Technik am Arbeitsplatz. 

"Diese Zahl ist noch nicht erreicht, weil auch die Kräfte, die jetzt starten, eine Einarbeitung in die nicht einfache Materie brauchen", heißt es dazu in einer Mitteilung vom Freitagmorgen. Man gehe aber davon aus, dass in eineinhalb Wochen die volle Mitarbeiterzahl erreicht sei. 

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Die deutschen Gesundheitsämter stellt die Pandemie auf eine harte Probe. Jedes einzelne Gespräch mit Kontaktperson oder Infizierten dauere im Schnitt 15 Minuten, so die Dresdner Stadtverwaltung. 

"Die Arbeitsbelastung ist enorm hoch. Die Fallzahlen steigen weiterhin deutlich an. Das ankommende Personal wird dringend benötigt", sagt Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke). (SZ/dkr)

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