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Heidefriedhof: Neue Grabanlage am Teich

Auf dem Friedhof im Dresdner Norden wird jetzt auch direkt am Wasser beerdigt. Es ist die erste Anlage dieser Art in Sachsen.

Auf dem denkmalgeschützten Heidefriedhof wurde ein neuer Teich mit Grabzonen direkt an der Uferböschung angelegt.
Auf dem denkmalgeschützten Heidefriedhof wurde ein neuer Teich mit Grabzonen direkt an der Uferböschung angelegt. ©  LHD Stadtverwaltung

Dresden. Auf dem Heidefriedhof an der Moritzburger Landstraße gibt es jetzt eine neue Grabart: Auf 5.000 Quadratmetern Fläche ist der "Teich der Erinnerungen" entstanden. An dessen flacher Uferböschung ist Platz für Partnergräber und naturnahe Urnengemeinschaftsgräber. Die Uferzone ist mit Gehölzen, Stauden, Gräsern und Farnen gestaltet, der Teich soll Ruhepol für Gedenken und Trauerbewältigung sein. 

An den Rändern des neuen Areals schließen sich Urnenwahlgräber und Baumgräber an. Weitere Reserveflächen sind bereits eingeplant. In einem Teil der Anlage gibt es Grabfelder für Erdbeisetzungen, die künftig auch erweiterbar sind. Es ist die erste Friedhofsanlage in der Form in Sachsen. An diesem Freitag soll sie eingeweiht werden.

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Insel über Brücke erreichbar

Entstanden ist ein Teich mit einer Insel und großflächigen Flachwasserzonen, die Wege folgen dem geschwungenen Ufer. Der Teich ist etwa 85 Meter lang und zwischen 19 und 31 Meter breit. Die Wasserfläche ist etwa 1.200 Quadratmeter groß, der Teich fasst rund 850 Kubikmeter Wasser. Mehr als 2.000 Uferstauden und 300 Unterwasserpflanzen wurden eingesetzt und gepflanzt. Im südlichen Teil befindet sich eine rund 40 Meter lange Insel, die über eine Fußgängerbrücke zu erreichen ist. In diesem Bereich sind Urnen-Partnergräber vorgesehen. 

Der Heidefriedhof steht unter Denkmalschutz. Der neue Teich musste sich also in den ursprünglichen Gesamtplan von 1936 und in die Grundidee der Gestaltung einfügen. Andererseits wertet der Teich nun die Fläche am ehemaligen Kompostplatz südöstlich der Feierhalle auf.  

Das Städtische Friedhofs- und Bestattungswesen Dresden beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Schaffung neuer und innovativer Grabarten und Beisetzungsformen. In den vergangenen Jahren entstanden auf dem Heidefriedhof dadurch Möglichkeiten für Baumbestattungen mit und ohne Namensnennung, Partnergräber am grünen Band und Urnengemeinschaftsgräber, die neu gestaltet wurden und nur wenig Pflege benötigen. Außerdem gibt es ein muslimisches und ein buddhistisches Grabfeld. 

In den letzten Jahren hatte Dresden gegenüber dem Eigenbetrieb mehrfach den Wunsch geäußert, ein größeres Angebot an naturnahen Grabfeldern zu schaffen.
Nach Beratungen und Vor-Ort-Begehungen, der Auswertung verschiedener Machbarkeitsstudien und der Einbindung von zwei Dresdner Planungsbüros ab 2016 hatte sich das Städtische Friedhofs- und Bestattungswesen entschieden, die Teichanlage zu bauen. (SZ/noa)

Am 20. September ist Tag des Friedhofs. Dabei wird es auch in Dresden zahlreiche Veranstaltungen und Führungen geben. Alle Informationen dazu finden Sie hier. 

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