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Dresdner Stadtsilhouette leuchtet nachts wieder - nur Frauenkirche bleibt dunkel

Die Energiespar-Regeln des Bundes gelten nicht mehr. In Dresden wurde deshalb nun das Licht für Semperoper, Hofkirche und Brühlsche Terrasse wieder eingeschaltet.

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Die Silhouette der Dresdner Altstadt ist berühmt. Nun wird sie nachts wieder angeleuchtet - mit Ausnahme der Frauenkirche.
Die Silhouette der Dresdner Altstadt ist berühmt. Nun wird sie nachts wieder angeleuchtet - mit Ausnahme der Frauenkirche. © Robert Michael/dpa

Dresden. Die Silhouette der Dresdner Altstadt ist am Montagabend wieder beleuchtet worden - mit Ausnahme der Frauenkirche. Die Stadt Dresden und das sächsische Finanzministerium hatten sich darauf verständigt, historisch bedeutsame Gebäude mit Anbruch der Dämmerung bis eine Stunde nach Mitternacht wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Das betrifft unter anderem die Semperoper, die Kathedrale, das Albertinum, die Brühlsche Terrasse und das Residenzschloss. Im Zuge der Energiekrise waren die Scheinwerfer wie anderswo abgeschaltet worden.

Die Außenbeleuchtung der Dresdner Frauenkirche bleibt zunächst aus. Nach Angaben der Stiftung soll damit vordergründig weiterhin ein solidarisches Zeichen für all jene gesetzt werden, die in Europa unter Krieg und Gewalt leiden müssen. Aber auch aus Kostengründen werden die seit Spätsommer 2022 abgeschalteten Strahler nicht aktiviert - bei einem Verbrauch dadurch von rund 18.000 kWh pro Jahr kämen Kosten von mehreren Tausend Euro zusammen.

Dresdens Oberbürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) erklärte zuletzt: "Dresdens Stadtsilhouette ist weltberühmt und zieht jedes Jahr unzählige Touristen an. Ich freue mich, dass der Freistaat Sachsen, insbesondere Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU), und die Stadt hier die gleiche Zielrichtung verfolgen und dieser einzigartige Anblick ab Montag nun auch wieder in den Abendstunden genossen werden kann."

Nicht nur Gäste der Stadt, auch die Dresdner werde das freuen, ist der OB überzeugt. "Das Thema Energiesparen bleibt auf unserer Agenda, aber moderne Beleuchtungssysteme sind keine Stromfresser."

Finanzminister Hartmut Vorjohann erklärte, ein "nicht unerheblicher Teil der Gebäudebeleuchtung" sei bereits auf LED-Technik umgerüstet worden. "Dementsprechend erscheint es nicht mehr gerechtfertigt, dass kulturhistorisch und touristisch bedeutsame Ensemble der Altstadtsilhouette gänzlich unbeleuchtet zu lassen."

Die bundesweit gültige Verordnung, auf deren Basis das Licht ausgeschaltet wurde, galt bis zum 15. April. Für die Beleuchtungstechnik der öffentlichen Gebäude des Freistaates wurden in den letzten Tagen umfangreiche Schaltungen durchgeführt, erklärt die Stadtverwaltung. (SZ/mit dpa)