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Lockerungen bei Dresdner Bibos

Ab Montag dürfen bestellte Bücher, DVDs und Spiele vor Ort abgeholt werden. Wie das funktioniert und wie die Wahl zur "Bibo 2020" ausfiel.

Ab 1. Februar öffnen die Dresdner Bibos, wie die Zweigstelle hier in Laubegast, zumindest für die Abholung vorbestellter Medien wieder.
Ab 1. Februar öffnen die Dresdner Bibos, wie die Zweigstelle hier in Laubegast, zumindest für die Abholung vorbestellter Medien wieder. © Marion Doering

Dresden. Es ist ein kleiner Schritt zurück in etwas mehr Normalität. Eltern, die jetzt im Lockdown Kinder daheim beschäftigen müssen, werden angesichts dieser Nachricht wohl aufatmen. Die neue Corona-Verordnung sieht ab 1. Februar nämlich vor, dass Bibliotheken für die Medienausleihe wieder öffnen dürfen. Deshalb bieten auch die Städtischen Bibliotheken in Dresden ab Montag nun den Service an, dass bestellte Medien vor Ort abgeholt werden können.

Wer also einen gültigen Benutzerausweis hat, kann Bücher, DVDs und Spiele online vorbestellen und persönlich abholen. Der Service ist kostenlos. Zu beachten ist allerdings: Es werden nur Bestellungen bearbeitet, die telefonisch eingehen oder über das Bestellformular an die E-Mail-Adresse der jeweiligen Zweigstelle geschickt werden.

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Die Abholung der reservierten Medien ist wiederum nur nach Terminvergabe durch die Abholbibliothek möglich. Die Medien werden dann kontaktlos im Eingangsbereich der Bibliothek gegen Vorlage des Benutzerausweises übergeben.

Zudem ist der Service begrenz: Pro Benutzerkonto können zehn Medien reserviert werden. Für Vormerkungen und Bestellungen von Medien aus anderen Bibliotheken fallen - wie gewohnt - Gebühren an. Der Abholservice ersetzt nun wieder den bislang angebotenen Bibliothekslieferservice BiboModern.

Weitere Informationen sowie das Bestellformular: www.bibo-dresden.de

Bibliothek des Jahres nicht im Stadtteil zu finden

Traditionell wird zum Jahresanfang eine Bibliothek für besonders gute Arbeit im Vorjahr gewürdigt. Das ist auch in diesem Jahr so - allerdings bekommt die Auszeichnung nicht wie üblich eine Stadtteilbibliothek, sondern ein Service, der im Internet ansässig ist.

Und das hängt eng mit der Corona-Krise und den damit einhergehenden Schließungen zusammen. Denn auch die Städtischen Bibliotheken mussten - wie viele andere Unternehmen und Einrichtungen - vermehrt auf ihr digitales Angebot setzen.

Wie wichtig die digitale Medienwelt in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ist, hätten die Bibliotheken in den vergangenen Monaten, in denen der Zugriff auf analoge Medien nur eingeschränkt möglich oder komplett unmöglich war, deutlich gespürt. Deshalb wurde die eBibo, die 2009 gegründete virtuelle Zweigstelle, ungeplant aufgestockt. Jetzt bekommt das Team der eBibo in diesem Jahr den Titel "Bibliothek des Jahres 2020".

Schon im ersten Lockdown habe es eine Explosion bei den Zugriffen gegeben, jetzt steigen die Zahlen weiter. Der Gesamtbestand an E-Medien wurde mehr als einmal im Monat vollständig entliehen und zuletzt immer mehr erweitert. Die Zahl der E-Books stieg von rund 24.500 im Jahr 2019 auf reichlich 27.000 im vergangenen Jahr. Und das eBibo-Team hat die Leistungen weiter verbessert.

So wurde die eBibo-Sprechstunde aufgrund der großen Nachfrage statt vorher monatlich jetzt 14-tägig durchgeführt und erreichte damit fast doppelt so viele Interessierte. Eine besondere Herausforderung sei auch die Überarbeitung des Webauftritts gewesen. Er wurde besser strukturiert, zahlreiche Hilfen erleichtern jetzt den Einstieg in die virtuelle Bibliothekswelt. Neben den technischen Hürden wurden auch die des Zugangs erleichtert. Neu ist, dass sich Jugendliche ab 14 Jahren nun selbst registrieren können – ebenfalls eine Idee des eBibo-Teams.

Zudem wurden auch die Mitarbeiter der Stadtteilbibliotheken in Bezug auf die eBibo fortgebildet, sodass sie bessere Auskünfte dazu geben können. Mit Medici.tv und Freegal music kamen 2020 außerdem zwei Streamingangebote dazu.

Alle Informationen zur eBibo der Städtischen Bibliotheken Dresden gibt es unter www.ebibo-dresden.de

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