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Lösung für gesperrten Radweg in Dresden

SachsenEnergie hatte den Weg durch das Kraftwerk Nossener Brücke aus Sicherheitsgründen geschlossen. Eine Petition hat eine Alternative ergeben.

Die Fabrikstraße durch das Kraftwerk Nossener Brücke in Dresden ist gesperrt.
Die Fabrikstraße durch das Kraftwerk Nossener Brücke in Dresden ist gesperrt. © Sven Ellger

Dresden. Seit 17. September 2020 haben Radfahrer aus Plauen, Coschütz oder Löbtau ein Problem. Auf dem Weg in die City sind viele über die Hofmühlenstraße, die Fabrikstraße und die Freiberger Straße direkt zum Postplatz gefahren. Der Weg führte über das Werksgelände der Drewag an der Nossener Brücke, heute heißt der Energieversorger SachsenEnergie. Und die hatte ihren Abschnitt zwischen Nossener Brücke und Freiberger Straße Straße mit Bauzäunen abgesperrt.

Hintergrund war ein Unfall mit einem Radfahrer Ende August, bei dem ein Radfahrer mit einem Werksfahrzeug zusammengestoßen ist. Nach einer Ortsbegehung von Polizei, Straßenverkehrsbehörde und dem Energieversorger wurde die Straße in Abstimmung mit der Stadtverwaltung geschlossen.

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Für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) ist dies ein großes Problem. "Die Fabrikstraße ist eine wichtige Radverkehrsverbindung und sie steht als solche auch im Radverkehrskonzept als wichtige Alltagsroute", sagt Geschäftsführer Edwin Seifert. Deshalb wurde eine Petition gestartet, um eine Lösung zu finden. Weit über 1.000 Menschen hatten sie unterzeichnet.

ADFC ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Gespräche

Im Petitionsausschuss wurde an diesem Mittwochabend eine Lösung vorgestellt. Die Stadt hat dort darüber informiert, dass an Planungen gearbeitet wird, einen Fuß- und Radweg auf einer Wiese von der Nossener Brücke über die Fabrikstraße zur Oederaner Straße zu bauen.

Da dieser über städtisches Land führt, müssen keine Grundstücke erworben werden, was die Sache beschleunigen könnte. Allerdings ist noch nicht klar, wann der Fuß- und Radweg gebaut werden kann. "Wir hoffen schnellstmöglich", sagt Edwin Seifert, der Geschäftsführer des ADFC in Dresden.

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Er zeigt sich vom Ergebnis der Gespräche zwischen Stadt und SachsenEnergie sehr zufrieden. "Es ist immer gut, wenn neue Radverkehrsanlagen entstehen." Langfristiges Ziel ist indes, die Fabrikstraße auch im Werksbereich wieder zu öffnen. Dafür zeigen sich auch die Vertreter der SachsenEnergie offen. Vorher müssen jedoch noch sicherheitstechnische, grundstücks- und haftungsrechtliche Fragen zwischen Stadt und dem Versorger geklärt werden. Auch einige Umbauten wären wohl erforderlich, sagt Seifert.

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