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"Ich werde ein Feuerwerk aus meinen Konzerten machen"

Matthias Reim hat sich seine eigenen Songs musikalisch noch einmal vorgeknöpft und präsentiert sie neu in der Jungen Garde.

Matthias Reim füllt wieder Hallen und Open-Air-Plätze. Am Wochenende in Dresden.
Matthias Reim füllt wieder Hallen und Open-Air-Plätze. Am Wochenende in Dresden. © Julian von Schumann/PR

Dresden. Nach notgedrungener Pause geht der Schlagersänger Matthias Reim wieder auf Tour. Am Freitag und Sonnabend spielt er in der nahezu ausverkauften Jungen Garde im Großen Garten. Für das Konzert am Freitagabend sind noch Restkarten zu haben. Mit der SZ sprach der Künstler über seinen Umgang mit Krisen und seine Motivation, sich neu zu erfinden.

Herr Reim, worauf können sich die Garde-Gäste am Wochenende freuen?

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Bei aller Bescheidenheit: auf die besten Reim-Konzerte aller Zeiten. Ich bringe die geballte Kreativität der vergangenen anderthalb Jahre mit nach Dresden.

Das heißt, Sie haben die Corona-Pause gut genutzt. Auf welche Weise?

Ich habe mir Aufzeichnungen meiner früheren Konzerte angesehen und mich entschlossen, alles noch einmal auf Anfang zu setzten. Bei Liveauftritten gehen musikalische Feinheiten verloren, die für die Atmosphäre und den Wow-Effekt aber ganz wichtig sind. Ich will diesen Zauber auf die Bühne holen und ein Feuerwerk daraus machen. Dafür habe ich eine tolle neue Band zusammengestellt, ein neues Studio eingerichtet, sogar mit Beleuchtung, und dann haben wir meine Lieder noch einmal neu erfunden.

In dieser schwierigen Zeit, so viel Motivation zu finden, wie geht das?

Ich habe schon so tiefe Krisen erlebt, war vollkommen pleite und habe wieder von vorm angefangen. Natürlich ist die Pandemie eine besonders extreme Erfahrung, aber als freischaffender Künstler muss man auf Rückschläge gefasst sein. Man darf auch selbst Fehler machen. Entscheidend ist nur, dass man daraus lernt und es künftig besser macht.

Die Corona-Krise hat Sie wirtschaftlich nicht in die Bredouille gebracht?

Wenn ich einen Schluss aus meiner Insolvenz gezogen habe, dann die, dass man Rücklagen bilden muss. Deshalb brauchte ich auch keine Staatshilfen und konnte meine Kinder, die selbst betroffene Künstler sind und noch kein finanzielles Polster haben, unterstützen.

Jetzt laufen die Konzerte wieder an, allerdings unter Auflagen. Stört Sie die Diskussion darum?

Wir müssen mit Corona umgehen, es hilft ja nichts! Ich habe mich sofort impfen lassen, weil ich nach allem, was ich schon erlebt habe, nicht von einer Infektion dahingerafft werden will. Doch so etwas muss jeder für sich entscheiden. Jeder Mensch hat das Recht, kritisch zu sein, Hauptsache, er informiert sich vernünftig.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach Corona auf die Musikbranche auswirken?

Ich denke, die Menschen suchen Halt bei den Künstlern, die lange und stabil im Geschäft sind. Die Jüngeren werden viel Zeit und Nerven brauchen, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

Worauf freuen Sie sich?

Darauf, mit breitem Grinsen vor meinen Fans zu stehen!

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