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Millionenschulden: Anklage in Dresden gegen zwei Bau-Chefs

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Geschäftsführern mehrere Straftaten vor. Die bestreiten das.

Von Christoph Springer
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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Chefs zweier Firmen angeklagt, die Millionenschulden hatten.
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Chefs zweier Firmen angeklagt, die Millionenschulden hatten. © Symbolfoto/Rene Meinig

Dresden. Zwei Jahre lang soll eine Baufirma aus dem Raum Dresden weitergemacht haben, obwohl sie nicht mehr zahlungsfähig war, der Hausbau und der Verkauf von Bauland gingen weiter. Dabei konnten die Baufirma spätestens seit Ende Dezember 2017 und das Grundstücksunternehmen seit Februar 2018 nicht mehr zahlen. Höchstens noch zehn Prozent aller Rechnungssummen konnten die zwei Firmen zu dieser Zeit noch begleichen.

Das wirft die Staatsanwaltschaft Dresden den zwei Firmen und ihren 62 und 70 Jahre alten Geschäftsführern vor. Demnach haben sie nicht - wie vorgeschrieben - innerhalb von drei Wochen Insolvenzantrag gestellt. Das erledigten die zwei Chefs erst Ende November 2019, so die Anklagebehörde.

Zu diesem Zeitpunkt war das Minus auf knapp 1,5 Millionen Euro angewachsen, der Löwenanteil davon bei der Hausbaugesellschaft.

Außerdem sollen die zwei Chefs trotzdem dreimal versäumt haben, fristgerecht Bilanzen für ihre zwei Firmen zu erstellen.

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Der 70-jährige Beschuldigte ist bereits einschlägig vorbestraft, teilt die Staatsanwaltschaft Dresden mit. Der 62-Jährige sei nicht vorbestraft. Die Beschuldigten haben sich zu den Tatvorwürfen geäußert, sie aber bestritten. Beide sind auf freiem Fuß, es gebe keine Haftgründe, so die Staatsanwaltschaft. Solche Haftgründe könnten Flucht- oder Verdunklungsgefahr sein.

Das Amtsgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Auch einen Termin zur Hauptverhandlung legt das Amtsgericht fest. (SZ/csp)