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Dresden: Pädagoge soll Kita-Mädchen missbraucht haben

Ein 27-Jähriger Kita-Mitarbeiter soll bis zum Herbst letzten Jahres mindestens sieben Mädchen sexuell missbraucht haben. Was über den Fall bekannt ist.

In Dresden ist ein Kita-Mitarbeiter festgenommen worden. Er soll mehrere Kinder sexuell missbraucht haben. (Symbolfoto)
In Dresden ist ein Kita-Mitarbeiter festgenommen worden. Er soll mehrere Kinder sexuell missbraucht haben. (Symbolfoto) © Julian Stratenschulte/dpa

Dresden. Ein 27-Jähriger wird beschuldigt, in den vergangenen Jahren mindestens sieben Kinder sexuell missbraucht zu haben - einige von ihnen waren erst zwei Jahre jung. Wie die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, soll der Mann nun angeklagt werden. Die ihm vorgeworfenen Taten reichen bis ins Jahr 2013 zurück.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen Juli 2013 und August 2015 in Dresden sexuelle Handlungen an einem Mädchen vorgenommen und das heimlich gefilmt zu haben. Das Kind war zum damaligen Zeitpunkt zwischen acht und zehn Jahren jung. Die Staatsanwaltschaft spricht von acht Fällen. Die Taten sollen sich im Bekanntenkreis des Mannes ereignet haben.

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20 Fälle in einer Dresdner Kita

Danach soll der Mann zwischen August 2018 und Oktober 2020 als pädagogischer Mitarbeiter einer Dresdner Kita sexuelle Handlungen an weiteren sechs Mädchen vorgenommen haben, die zu jener Zeit zwei bis drei Jahre jung waren. Von insgesamt 20 Fällen ist die Rede. Auch hier soll der Beschuldigte fast alle Taten gefilmt oder fotografiert haben. Diese Fälle kamen im Zuge der Ermittlungen nach Hinweisen von Eltern heraus.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-jährigen Deutschen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern in zwölf Fällen sowie sexuellen Missbrauch von Kindern in 16 Fällen vor. Der Beschuldigte sei bislang nicht vorbestraft. "Er hat sich zu den Tatvorwürfen im Wesentlichen geständig eingelassen", so die Staatsanwaltschaft weiter. Der Mann sei am 28. Januar dieses Jahres festgenommen worden. Aktuell befinde er sich in Untersuchungshaft.

Das Dresdner Landgericht wird nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden. (SZ/sr)

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