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Neue S-Bahn-Linie für Dresden: S8 fährt ab Winter

Die Deutsche Bahn erweitert das Dresdner S-Bahn-Netz. Gestärkt wird damit die Zugverbindung nach Kamenz und Königsbrück.

Die Strecke zwischen Dresden und Kamenz wird zu einer S-Bahn-Linie ausgebaut.
Die Strecke zwischen Dresden und Kamenz wird zu einer S-Bahn-Linie ausgebaut. © VVO/Martin Schmidt

Dresden/Kamenz. Dresden bekommt eine neue S-Bahn-Linie. Am 12. Dezember wird die S8 zwischen Dresden und Kamenz pendeln. Im Prinzip gibt es bereits eine Zugverbindung auf dieser Strecke, allerdings wird die Deutsche Bahn das Angebot zum großen Fahrplanwechsel im Dezember von der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) übernehmen und es für das Dresdner S-Bahn-Netz ausbauen.

So werden die Züge montags bis freitags zwischen 4.30 Uhr und 8.30 Uhr sowie zwischen 14 Uhr und 18.30 Uhr alle 30 Minuten fahren statt wie bisher stündlich. Durch den engen Takt, barrierefreie Bahnsteige, Verbindung zu Buslinien und hunderten Park-and-Ride-Plätzen erreiche die Strecke S-Bahn-Standard, teilte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) am Donnerstag mit. "Durch zusätzliche Mittel des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr kann der VVO eine Taktverdichtung auf der wichtigen Strecke nach Kamenz umsetzen", sagt Landrat Michael Harig, Verbandsvorsitzender des VVO.

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Zum Einsatz werden Dieseltriebwagen aus dem Bestand der Deutschen Bahn kommen. Sie werden nach und nach innerhalb der kommenden zwei Jahre komplett renoviert und mit WLAN, Steckdosen und Bildschirmen zur Fahrgastinformation ausgestattet. Der Einsatz des ersten renovierten Fahrzeugs ist ab Februar 2022 vorgesehen.

Zusätzliche Mitarbeiter, die für das neue Angebot benötigt werden, würden unter anderem von der MRB übernommen. Für die Mitarbeiter, die zum Großteil von der insolventen Städtebahn Sachsen stammen, sei die Zukunft damit gesichert, heißt es.

Der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz begrüßte das Projekt. "Die Zahl der Pendler nach Kamenz ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, da viele neue Arbeitsplätze entstanden." Bereits heute gebe es mehr als 600 Ein- und Auspendler am Kamenzer Bahnhof. Das könne durch die engere Taktung noch gesteigert werden. Für den Betrieb des Nahverkehrsnetzes will die Bahn mehr als 100 Mitarbeiter einstellen und rund 20 Fahrzeuge aus eigenem Bestand einsetzen.

Die offenen Liniennummern S4 bis S7 sind für weitere Erweiterungen des Dresdner S-Bahn-Netzes vorgesehen. (mit dpa)

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