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Neues Ärztehaus in der Dresdner Neustadt

An der Bautzner Straße sollen zehn Praxen ihren Standort bekommen. Welche Ärzte dort behandeln und welche noch gesucht sind.

Das Diako öffnet sich mit dem neuen Ärztehaus an der Bautzner Straße Richtung Neustadt. Es wird eines der größten medizinischen Angebote im Stadtteil sein.
Das Diako öffnet sich mit dem neuen Ärztehaus an der Bautzner Straße Richtung Neustadt. Es wird eines der größten medizinischen Angebote im Stadtteil sein. © Christian Juppe

Dresden. Die Dresdner Neustadt bekommt ein großes Ärztehaus. An der Bautzner Straße 66 wird in den kommenden Monaten ein Komplex aus zwei Altbauten und einem Neubau entstehen. Insgesamt zehn Ärzte werden hier im Herbst kommenden Jahres ihre neuen Praxen beziehen. Fünf Ärzte haben schon jetzt ihre Standorte auf dem Gelände, sie gehören zum Facharztzentrum des Diakonissenkrankenhauses (Diako).

Weitere Ärzte kommen von außerhalb dazu, eine Praxis ist sogar noch frei. Für sie sucht Verwaltungsdirektor Matthias Schröter noch einen Facharzt, im besten Fall ist das ein Hautarzt. Damit wäre die medizinische Versorgung am neuen Standort breit aufgestellt.

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Folgende Fachrichtungen werden im Ärztehaus am Diako zu finden sein:

  • Hausärztliche Versorgung
  • Urologie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Neurologie und Psychiatrie
  • Chirurgie
  • Schmerztherapie und Palliativmedizin
  • Neurochirurgie
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Augenheilkunde
  • Arbeitsmedizinischer Dienst der Diakonissenanstalt Dresden

Schröter sieht in dem Projekt auch eine Öffnung des Diako zur Neustadt hin. "Das Ärztehaus ist ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung vom ursprünglichen Krankenhauscampus mit seinen stationären Leistungen hin zu einem umfassenden Gesundheitszentrum." Optimal sei zudem die zentrale Lage an der Bautzner Straße mit der Straßenbahnhaltestelle in direkter Nähe. Schröter geht davon aus, dass die freie Praxis im zweiten Obergeschoss des Mathildenhauses schnell vermietet sein wird. Dort stehen rund 135 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Mit ihrem Team wird auch die Ärztliche Leiterin Meike Grübmeyer ins neue Ärztehaus einziehen. Ihre Urologie-Praxis gehört bereits zum Facharztzentrum, nun freut sie sich auf die modernen Räumlichkeiten. "Für die Patienten macht das vieles einfacher. Die verschiedenen Ärzte sind auf kurzen Wegen erreichbar und auch wir können uns schneller mit den Kollegen zu einem Fall beraten."

Die ambulanten Angebote am Diako werden damit deutlich erweitert und konzentriert. Bislang waren die Sprechstunden des Facharztzentrums über den Campus verteilt, das wird sich mit dem neuen Komplex ändern.

Bauleiter Tilo Berger erklärt der Ärztlichen Leiterin Meike Grübmeyer, welche Bauarbeiten demnächst geplant sind. Sie wird mit ihrer Urologie-Praxis Ende 2022 ins neue Ärztehaus einziehen.
Bauleiter Tilo Berger erklärt der Ärztlichen Leiterin Meike Grübmeyer, welche Bauarbeiten demnächst geplant sind. Sie wird mit ihrer Urologie-Praxis Ende 2022 ins neue Ärztehaus einziehen. © Christian Juppe

Auf dem Gelände des Diako ist schon einiges passiert: Die Baugrube ist ausgehoben, die denkmalgeschützten Gebäude sind entkernt, die Altbauten haben eine tiefere Gründung bekommen. Bauleiter Tilo Berger erklärt, dass nun zunächst die Hauptstromleitung verlegt werden muss, anschließend werden die Kellerräume aus vorgefertigten Bauteilen errichtet, dann der Neubau hochgezogen. Diese Bauarbeiten sollen im Sommer starten.

Der Campus wird zudem eine neue Zufahrt neben dem Pfarrhaus von der Bautzner Straße aus bekommen, der Hauptzugang zum Ärztehaus liegt auf der westlichen Seite des Gebäudes in Richtung Wolfsgasse. Mit der Öffnung in Richtung Neustadt und zur Bautzner Straße hin soll das Diako, das derzeit hinter hohen Mauern verborgen liegt, auch seinen "Hinterhofcharakter" ein wenig abstreifen.

Rechts befindet sich das Mathildenhaus, daneben das kleine ehemalige Pförtnerhäuschen und das Pfarrhaus, dahinter die Bautzner Straße. Der Neubau entsteht in der Mitte des Hofes.
Rechts befindet sich das Mathildenhaus, daneben das kleine ehemalige Pförtnerhäuschen und das Pfarrhaus, dahinter die Bautzner Straße. Der Neubau entsteht in der Mitte des Hofes. © Christian Juppe

Parallel zu den Arbeiten am Neubau werden das ehemalige Pfarrhaus und das Mathildenhaus saniert. Sie beherbergten zuletzt die Verwaltung des Krankenhauses. "Uns war es wichtig, den architektonischen Charakter der Häuser zu bewahren. Dafür standen wir in engem Austausch mit der Denkmalschutzbehörde", sagt Matthias Schröter.

Die Dresdner Neustadt sei geprägt von einer kleinteiligen historischen Bebauung. "Bei der Sanierung sind wir daher mit Liebe zum Detail vorgegangen, um typische Gestaltungselemente zu erhalten und wieder aufzubereiten."

Das Mathildenhaus ist inzwischen entkernt und alle Einbauten, die nicht denkmalgeschützt sind, wurden entfernt.
Das Mathildenhaus ist inzwischen entkernt und alle Einbauten, die nicht denkmalgeschützt sind, wurden entfernt. © Christian Juppe

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Der moderne Neubau mit einer großen Glasfassade zur Bautzner Straße hin wird später die beiden Altbauten miteinander verbinden und einen zentralen Aufzug bekommen, sodass alle Praxen barrierefrei zu erreichen sind. Rund fünf Millionen Euro wird das Bauprojekt insgesamt kosten.

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