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Dresden
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Park vorm Dresdner Landgericht nach ermordeter Ägypterin benannt

Marwa El-Sherbini stirbt 2009 im Dresdner Landgericht nach mehr als einem Dutzend Messerstichen. Die Grünfläche vor dem Gebäude soll nicht nur an sie erinnern, sondern auch mahnen.

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Vorm Dresdner Landgericht ist der Park am Montag in Marwa-El-Sherbini-Park benannt worden.
Vorm Dresdner Landgericht ist der Park am Montag in Marwa-El-Sherbini-Park benannt worden. © Sven Ellger

Dresden. Vorm Dresdner Landgericht hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Montag eine Tafel mit der Inschrift "Marwa-El-Sherbini-Park" enthüllt. Damit erhält die Grünfläche zwischen Gerichtsgebäude und Sachsenplatz nicht nur einen Namen, sie wird auch zum Mahn- und Gedenkort für die Ägypterin Marwa El-Sherbini, die am 1. Juli 2009 aus rassistischem und islamfeindlichen Hass im Gerichtssaal ermordet wurde.

Das Schild in Form eines Straßenschildes kennzeichne den Park, sei aber nur ein Baustein, dem weitere folgen werden, kündigte Hilbert an. Mittels eines aktiven Beteiligungsprozesses soll der neue Park als lebendiger Ort des Erinnerns für die Zukunft gestaltet werden. Dabei soll die Komplexität des Verbrechens und dessen Hintergründe berücksichtigt werden.

Die Enthüllung fällt mit dem Auftakt zu den internationalen Wochen gegen Rassismus zusammen. Bis zum 6. April gibt es in Dresden 60 Veranstaltungen - von Online-Workshops über Vorträge, Fachtage, Begegnungstreffen und Lesungen bis zu themenbezogenen Spaziergängen und Ausstellungen. "Haltung zeigen!" ist das diesjährige Motto. (SZ/sr)