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Dresdner Polizei zu spät bei Corona-Demo

Erneut sind Gegner der Schutzmaßnahmen durch Dresden gezogen. Dabei sollen Journalisten bedrängt worden sein. Als die Polizei kam, waren sie weg.

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Die Polizei bekam von der illegalen Demo zunächst nichts mit, zeigt nun Reue und ermittelt.
Die Polizei bekam von der illegalen Demo zunächst nichts mit, zeigt nun Reue und ermittelt. © Sebastian Schultz

Dresden. Rund 100 Personen sind am Freitagabend entgegen der Corona-Notverordnung durch Dresden marschiert. Ein Kamerateam wollte die verbotene Versammlung filmen und wurde dabei offenbar massiv gestört.

Die Polizei bekam von der illegalen Demo zunächst nichts mit, zeigt nun Reue und ermittelt.

Der Vorfall muss sich im Bereich der Wilsdruffer Straße ereignet haben, bestätigt das Lagezentrum der Dresdner Polizei am Wochenende. "Als wir dort waren konnten keine Verstöße festgestellt werden", so ein Polizeiführer.

Noch am Freitagabend schreibt die Polizei allerdings reumütig bei Twitter. "In Dresden waren wir heute leider nicht aufmerksam genug. Das war kein guter Einsatz. Die Polizeidirektion Dresden wird diesen kritisch nachbereiten und die handelnden Kollegen noch einmal sensibilisieren."

Später am Abend stellten Polizeibeamte dann auf dem Neumarkt "kleine Grüppchen" fest, die allerdings nicht als illegale Versammlung zu werten seien. Diese haben laut dem Polizeiführer Kerzen abgestellt. "Es wurden keine Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung festgestellt."

Die Polizei ermittelt nun. Anders lief es bei einem ähnlichen Einsatz in Geising. Dort wurde die illegale Versammlung von Beamten erwischt. Von gut 30 Personen wurden die Personalien festgestellt. Sie müssen nun mit Bußgeldern rechnen.