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Dresden

Polizei-Großeinsatz in Dresden-Neustadt

Auf der Alaunstraße sind Donnerstagabend etwa zwei Dutzend Polizisten im Einsatz. In einem Geld-Transporter hat sich offenbar ein Mann das Leben genommen.

In der Dresdner Neustadt fand am Donnerstagabend ein Großeinsatz der Polizei statt.
In der Dresdner Neustadt fand am Donnerstagabend ein Großeinsatz der Polizei statt. © Christian Essler

Dresden. Auf der Alaunstraße in der Dresdner Neustadt fand am Donnerstagabend ein größerer Polizeieinsatz statt. Dazu wurde gegen 18 Uhr ein Abschnitt der Straße zwischen Albertplatz und Katharinenstraße gesperrt. Die Polizei forderte Anwohner und Passanten zwei Mal dazu auf, die Straße zu verlassen und in den Wohnungen und den Geschäften zu bleiben.

Auf Twitter schrieben Nutzer, dass der Einsatz vor dem Konsum nahe des Albertplatzes stattfand und baten die Polizei um weitere Auskünfte.

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Der Polizeisprecher erklärte gegen 19 Uhr gegenüber Sächsische.de, dass man zwar noch mit massiven Einsatzkräften vor Ort sei, die Lage aber gesichert habe. Offenbar hat sich ein Mensch das Leben genommen, möglicherweise nach einem Beziehungsstreit. Die Beamten sicherten den Einsatzort, Kriminalpolizei war im Einsatz.

Außerdem sicherten sogenannte lebEL-Kräfte die Straße. Die Abkürzung steht für "lebensbedrohliche Einsatzlagen". Die Beamten dieser Spezialgruppe sind schwer bewaffnet. Sie waren laut Polizeisprecher Marko Laske vor Ort, weil die Beamten zunächst nur von mindestens einem Schuss gehört hatten, aber noch nicht beurteilen konnte, wer geschossen hatte und was der Grund dafür war.

Die Polizei sperrte vorübergehend einen Teil der Alaunstraße ab.
Die Polizei sperrte vorübergehend einen Teil der Alaunstraße ab. © Christian Essler

Erst gegen 20 Uhr teilte die Polizei weitere Hintergründe in einer Pressemitteilung mit. Bisherigen Ermittlungen zufolge soll sich ein 31-jähriger Mann in dem Transporter gegen 18 Uhr mit einer Pistole das Leben genommen haben. Bilder zeigen, dass es sich um einen Geldtransporter der Dresdner Wach- und Sicherungsinstitut GmbH (DWSI) handelte.

Eine Gefahrensituation für die Bevölkerung bestehe nicht mehr, teilte die Polizei zwei Stunden nach Einsatzbeginn mit. Mehr als 20 Polizisten waren am Anfang vor Ort. Gegen 20 Uhr war die Straße noch gesperrt, die lebEL-Beamten waren aber abgezogen. "Die Polizei geht von suizidalen Handeln des Mannes aus", heißt es. Hinweise auf eine Straftat ergäben sich aktuell nicht. (SZ)

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über das Thema Suizid, außer es erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800 1110111 und 0800 1110222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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