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Dresden: Scheunevorplatz bekommt Pop-up-Club

Mindestens zwei Jahre lang wird das Kulturzentrum Scheune in der Neustadt umgebaut. In der Zeit soll auf dem Vorplatz ein "Blechschloss" stehen.

So soll das "Blechschloss" auf dem Scheunevorplatz einmal aussehen.
So soll das "Blechschloss" auf dem Scheunevorplatz einmal aussehen. © Euler Void

Dresden. Das Kulturzentrum Scheune in der Dresdner Neustadt wird umfassend umgebaut und saniert. Mindestens zwei Jahre lang soll das dauern. In dieser Zeit steht der Scheune e. V., der das Haus an der Alaunstraße betreibt, ohne Spielstätte für Konzerte, Tanzabende oder Lesungen da.

Um auf diese Veranstaltungen jedoch nicht verzichten zu müssen, waren die Verantwortlichen auf der Suche nach einem festen Interimsstandort - vergeblich, wie der Verein nun mitteilt. Eine Lösung sei trotzdem gefunden worden, und sie nennt sich: "Mobil mit Stil".

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Als freier Veranstalter ohne festes Quartier will der Verein abwechselnd in unterschiedlichsten Dresdner Spielstätten Kultur betreiben. Damit verbunden sei aber der Wunsch gewesen, einen "logistischen Ankerpunkt mit Büro und niedrigschwelliger Spielfläche in möglichst direktem Umfeld der Scheune zu haben, was die Immobiliensituation wiederum nicht zuließ". So sei die Idee eines Pop-up-Interims auf dem Vorplatz entstanden.

Dahinter verbirgt sich ein geplanter Containerbau aus Wellblech, das "Blechschloss", wie die Verantwortlichen es mit Blick auf die anfänglich fixe Idee - ihr Luftschloss - nennen. Am Dienstag verkünden sie offiziell: "Wir bauen uns ein Blechschloss auf dem Vorplatz und betreiben dort einen Pop-up-Club."

So soll das "Blechschloss" auf dem Scheunevorplatz von oben aussehen, sogar der Falafelwagen (links) ist mit einberechnet.
So soll das "Blechschloss" auf dem Scheunevorplatz von oben aussehen, sogar der Falafelwagen (links) ist mit einberechnet. © Euler Void

Der modulare Containerbau solle ein Ort der Begegnung werden, der auch eine kleine Indoor-Spielstätte enthält. Als Veranstaltungsraum könne idealerweise der derzeit von verschiedenen Initiativen genutzte Container - ehemals Lenins Kulturpalast, Louisenstr. 32 - weitergenutzt werden.

Dort sollen dann stadtteilbezogene Formate sowie Lesungen, Diskursveranstaltungen und akustische, kleinere Konzerte stattfinden. "Ziel ist die Schaffung eines Raumlabores unter Einbeziehung des direkten Umfelds und ohne gastronomischen Konsumzwang." Anwohner und Gäste sollen mit Infomaterial über den Planungsstand und Baufortschritte der Sanierung informiert werden.

"Der Vorplatz soll als solcher der Öffentlichkeit zugänglich und bespielbar bleiben", kündigen die Verantwortlichen an. Auch der beliebte Imbisswagen sei Teil des Konzeptes, wie Entwürfe des "Blechschlosses" zeigen.

Stadt stellt weitere Container in Aussicht

Neben einem Bürocontainer für das Vorplatzmanagement vor Ort ist laut dem Verein auch ein Toilettencontainer mit einem barrierefreien WC vorgesehen, das im Rahmen der Öffnungszeiten des Container-Interims nutzbar ist. Eine partielle Holz-Terrasse mache die Anlage attraktiver und ersetze "verlorene" Vorplatz-Fläche.

Die Stadt habe dem Verein außerdem abgeschriebene Container in Aussicht gestellt, die sich derzeit auf dem ehemaligen Gelände der Staatsoperette in Leuben befänden.

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"Wir freuen uns darauf, mit unserem Blechschloss einen kreativen Ort auf Zeit erschaffen zu können und ersinnen bereits neue Formate und möglichst partizipative Angebote für den Kiez, die uns allen die Zeit bis zum Wiedereinzug ins neue Haus angenehm verkürzen werden", so das Scheune-Team.

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