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Schnellere Rettung im Dresdner Osten

In Dresden-Leuben entsteht eine neue Wache. Warum sie für die Stadtteile gerade in Coronazeiten so wichtig ist und ab wann von dort die ersten Einsätze starten.

An der Ecke von Pirnaer Landstraße und Zamenhofstraße in Dresden wird seit September 2020 eine neue Rettungswache gebaut.
An der Ecke von Pirnaer Landstraße und Zamenhofstraße in Dresden wird seit September 2020 eine neue Rettungswache gebaut. © Marion Doering

Dresden. Seit September vergangenen Jahres wird an der Pirnaer Landstraße zwischen Leubener Kiessee und ehemaliger Staatsoperette gebaut. An der Kreuzung zur Zamenhofstraße entsteht für rund 5,5 Millionen Euro eine neue Rettungswache. Sie soll Mitte 2022 ihren Betrieb aufnehmen, teilt die Stadt mit. In dem zweigeschossigen Neubau sind Stellflächen für vier Rettungswagen sowie Büros, ein Aufenthaltsraum und Sanitär- und Ruheräume für das Personal im 24 Stunden-Dienst geplant. Vorgesehen ist auch ein Raum für die Praxisausbildung von Notfallsanitätern.

Die Rettungswache bekommt außerdem eine Fassadenbegrünung, ein Gründach, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage. Einige Details sind von bereits gebauten Rettungswachen übernommen, die sich dort bewährt haben, etwa eine wartungsfreie Klinkerfassade.

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Großer Bedarf für Rettungswache im Dresdner Osten

Dabei erfüllt die neue Wache eine wichtige Funktion im Osten der Stadt. Sie soll bei Notfällen die Zeit verkürzen, die der Rettungswagen zum Einsatzort benötigt. Die sogenannte Hilfsfrist beginnt mit dem Ende des Notrufes in der Regionalleitstelle und endet mit dem Eintreffen des Rettungsteams beim Notfallpatienten. In Sachsen beträgt die festgelegte Hilfsfrist zwölf Minuten. Die Einhaltung gilt als erfüllt, wenn sie in 95 Prozent aller Einsätze im Jahr erreicht wurde.

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt der Grad der Hilfsfristerfüllung in den Stadtteilen Laubegast, Leuben und Niedersedlitz bei 84 Prozent", erklärt Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Angesichts dieser Zahl und weiter steigender Einsätze - so die Prognose der Stadtverwaltung - sei der Neubau einer Rettungswache von großer Bedeutung. "Wie die Jahresstatistiken des Brand- und Katastrophenschutzamtes zeigen, steigt die Anzahl der Einsätze im Rettungsdienst jedes Jahr an. Außerdem spielt die demografische Entwicklung innerhalb der Stadt Dresden eine nicht zu unterschätzende Rolle", meint Sittel mit Blick auf die Senioren.

Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (r.) und der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes Andreas Rümpel begutachten die Bauarbeiten an der neue Rettungswache in Leuben.
Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (r.) und der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes Andreas Rümpel begutachten die Bauarbeiten an der neue Rettungswache in Leuben. © Feuerwehr Dresden

Die Pandemie verschärfe diese Situation, denn viele, vor allem ältere Menschen, seien allein und hätten kaum eine andere Möglichkeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nicht selten werde dann der Rettungsdienst alarmiert. Nicht jeder Einsatz davon ist ein tatsächlicher Notfall, dennoch müsse zunächst Hilfe geschickt werden. "Gerade auch in Pandemiezeiten muss die Versorgung von Menschen in Notlagen jederzeit gewährleistet sein", so Sittel. "Massenanfälle von Verletzten, Brände, Unfälle und Notfälle achten nicht auf Uhrzeit, Pandemie oder Alter der Patienten." Weil sie plötzlich und innerhalb kürzester Zeit passieren, müssten ausreichend Kräfte und Mittel zur Verfügung stehen, um schnell helfen und Leben retten zu können.

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