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Dresden

Dresden verschenkt Glasfaser-Anschlüsse

Doch nur wenige wollen sie nutzen: Zwei Drittel der Betroffenen in Dresden haben den kostenlosen Glasfaser-Anschluss noch nicht beantragt. Bald läuft die Frist aus.

3.000 Adressen sind berechtigt, ihren langsamen DSL-Anschluss kostenlos mit Glasfaser zu ersetzen.
3.000 Adressen sind berechtigt, ihren langsamen DSL-Anschluss kostenlos mit Glasfaser zu ersetzen. © SZ/Uwe Soeder (Symbolbild)

Dresden. 3.000 Adressen in Dresden liegen in sogenannten "Weißen Flecken". So werden Gebiete genannt, in denen höchstens 30 Megabits pro Sekunde aus dem Internet heruntergeladen werden können. Für Gelegenheits-Googler mag das reichen, und auch um E-Mails oder Facebook zu checken. Doch gemäß Bundesförderrichtlinie werden solche Haushalte bereits als "unterversorgt" bezeichnet, sofern kein Ausbau in Sicht ist.

Seit 17. August können die betroffenen 3.000 Adressen bei der Stadt Dresden einen kostenlosen Anschluss an Highspeed-Internet via Glasfaser beantragen. Peter Lames (SPD), Bürgermeister für Finanzen, Personal und Recht und Projektverantwortlicher, habe dafür jede der Adressen persönlich angeschrieben. 

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Doch bisher haben sich nur knapp 1.000 von ihnen zurückgemeldet. "Ich kann die anderen Begünstigten nur dringend bitten, sich mit der Chance zu beschäftigen, Glasfaseranschlüsse zu erhalten. Immerhin sind diese tatsächlich kostenlos für die begünstigten Grundstückseigentümer", sagte Lames.

Bis zum 17. November stehe die Chance noch offen, einen Grundstücksnutzungsvertrag mit dem Projektpartner Vodafone abzuschließen, der die Basis für den Glasfaseranschluss sei. Ob der eigene Haushalt betroffen ist, kann unter vodafone.de/dresden eingesehen werden. Nach dieser Frist ist ein Anschluss nicht mehr kostenlos oder gar nicht mehr umsetzbar.

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Das Projekt wird vom Bund, vom Land und der Stadt Dresden mit rund 21,1 Millionen Euro gefördert. Durchschnittlich könne jeder Haushalt 2.500 Euro sparen und der anschließende Telekommunikationsvertrag müsse nicht zwingend mit Vodafone abgeschlossen werden, teilte die Stadt mit. (SZ/trw)

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