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Dresden

Streifenwagen in Dresden attackiert

Bei einer Demo der linken Szene durch das Hechtviertel fliegen Steine auf ein Polizeiauto. Drei Täter werden direkt danach aufgegriffen.

Im Dresdner Hechtviertel ist ein Streifenwagen der Polizei bei einer unangemeldeten Demo beschädigt worden.
Im Dresdner Hechtviertel ist ein Streifenwagen der Polizei bei einer unangemeldeten Demo beschädigt worden. © Tino Plunert

Dresden. Ein Funkstreifenwagen der Dresdner Polizei ist am Donnerstagabend in der Leipziger Vorstadt attackiert und beschädigt worden. Das teilen die Beamten am Freitag mit.

Demnach seien Polizeibeamte gegen 21 Uhr auf eine Gruppe von rund 30 bis 40 Personen aufmerksam geworden, die geschlossen im Bereich der Hechtstraße durch das Hechtviertel gezogen sei, dabei Parolen skandiert und Pyrotechnik abgebrannt habe. Gleichzeitig seien mehrere Notrufe im Lagezentrum eingegangen, in denen der gleiche Sachverhalt mitgeteilt wurde.

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Wie das Neustadt-Geflüster berichtet, soll es sich bei der Spontan-Demo ersten Informationen zufolge um eine Solidaritätsbekundung mit der Leipziger Szene in Connewitz gehandelt haben. Dort gab es am 28. April bei einer Großrazzia wegen eines Landfriedensbruchs im Jahr 2019 mehrere Hausdurchsuchungen.

Die Beamten seien dem Aufzug mit dem Streifenwagen gefolgt. Teilnehmer hätten dann eine Warnbake und eine Baustellenabsperrung auf die Straße gelegt, um die Polizisten am Weiterfahren zu hindern. Danach warfen mehrere Personen Steine in Richtung des Funkstreifenwagens, wobei zwei die Frontscheibe trafen und diese beschädigten. Die Beamten blieben unverletzt, teilt die Polizei mit.

Danach löste sich die Gruppierung auf und die Teilnehmer entfernten sich in verschiedene Richtungen. Zwei der Beteiligten im Alter von 19 und 22 Jahren konnten mit Hilfe unterstützender Einsatzkräfte direkt danach gestellt werden. Ein 20-Jähriger wurde wenig später im Rahmen der Tatbereichsfahndung festgestellt. Bei ihm fanden Polizisten einen Rauchtopf und einen Feuerwerkskörper.

Alle drei Deutschen müssen sich nun unter anderem wegen besonders schweren Falls des Landfriedenbruchs verantworten. (SZ)

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