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Trickbetrüger drohen Dresdnern mit Corona

Unbekannte Anrufer haben mehrfach versucht, Dresdner Senioren u.a. mit einer perfiden Masche um Geld zu bringen. Wer den Betrügern glaubte.

Mehrere Senioren aus Dresden bekamen Anrufe von Betrügern. Dabei berichteten die Anrufer auch von Corona-Erkrankungen.
Mehrere Senioren aus Dresden bekamen Anrufe von Betrügern. Dabei berichteten die Anrufer auch von Corona-Erkrankungen. © Archiv/dpa/Sebastian Gallnow

Dresden. Eine 90-jährige Frau aus Dresden hat am späten Freitagnachmittag 3.500 Euro eingebüßt. Trickbetrüger hatten die Seniorin zuvor angerufen und ihr am Telefon erzählt, ihre Tochter liege mit einer schweren Corona-Infektion im Krankenhaus. Für die Medikamente würden 20.000 Euro gebraucht. Ersatzweise könne sie auch Schmuck oder andere Wertgegenstände für die Bezahlung verwenden.

Die Seniorin glaubte dem Anrufer, sagte aber, dass sie im Moment nur über 3.500 Euro verfügen kann. Etwas später übergab sie einem unbekannten Boten das Geld. Als sie danach ihre Tochter anrief, erkannte die 90-Jährige, dass sie betrogen worden war.

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Ähnliche Betrugsversuche unternahmen unbekannte am Freitag bei einer 84-Jährigen und einer 93 Jahre alten Frau aus der Südvorstadt und aus Kaditz. In diesen beiden Fällen forderten die Anrufer je 27.000 Euro für Medikamente. Die Seniorin aus der Südvorstadt erkannte den Betrugsversuch und alarmierte die Polizei.

Die Kaditzerin sagte, sie habe nur 4.000 Euro zur Verfügung. Die Anrufer gingen darauf ein. Bevor jedoch der Abholer bei ihr eintraf, kontaktierte die 84-Jährige jedoch ihren Enkel und erfuhr so, dass ihre Tochter nicht erkrankt ist. Der Enkel kam sofort zu ihr, so wurde der Betrugsversuch vereitelt.

Gleich mehrfach bekam ein 78-Jähriger seit dem November Anrufe von Unbekannten. Ihm wurde ein Gewinn von einer halben Million Euro in Aussicht gestellt. Um diesen Gewinn einlösen zu könnten, solle er als eine Art Gebühr sogenannte Google-Play-Karten im Wert von bis zu 1.000 Euro kaufen. Der Mann ging nicht darauf ein und zeigte den Fall bei der Polizei an. (SZ/csp)

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