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Trotz Corona: Büros in Dresden sehr gefragt

Vor allem die öffentliche Hand sucht nach größeren Flächen. Doch die sind inzwischen Mangelware.

Derzeit entstehen die Dresdner Annenhöfe in Postplatz-Nähe. Darin sind auch Büros geplant.
Derzeit entstehen die Dresdner Annenhöfe in Postplatz-Nähe. Darin sind auch Büros geplant. © Visualisierung: Knerer und Lang Architekten

Dresden. Die öffentliche Verwaltung, Firmen für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Dienstleistungsunternehmen - sie alle suchen Büroflächen in Dresden. Doch momentan ist es nicht einfach, die richtigen Größen und Lagen zu finden. Bereits seit 2019 steigt die Nachfrage nach modernen Büroflächen stark, sagt André Heinrich, der Dresdner Niederlassungsleiter des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate GmbH. "Es gibt einen Mangel an größeren zusammenhängenden Flächen auf dem Dresdner Büromarkt.“

Da überrascht es nicht, dass trotz Corona im Vorjahr 94.000 Quadratmeter Bürofläche vermittelt wurden. Gründe hierfür seien unter anderem die stark durch die öffentliche Hand geprägte Nachfrage gewesen, insbesondere aber auch die von Hightech geprägte Unternehmenslandschaft in Dresden mit einer sehr guten Verfügbarkeit an Fachkräften, etwa durch die Elite-Universität TU Dresden.

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Beliebteste Lagen: Neumarkt und Prager Straße

Zu den bedeutenden Abschlüssen auf dem Dresdner Büromarkt gehörten laut Heinrich 2020 die Anmietung von rund 5.700 Quadratmetern durch die Technische Universität in einem Objekt am Zelleschen Weg. Ein internationales IT-Unternehmen hat rund 3.400 Quadratmeter in einem Objekt am Postplatz gemietet. Alle genannten Abschlüsse beziehen sich auf Gebäude, die gerade noch entstehen.

Die beliebtesten Dresdner Lagen für Büros befinden sich rund um den Neumarkt und die Prager Straße. Dort sind die Preise weiter gestiegen und liegen jetzt bei 17,50 Euro pro Quadratmeter. Auch die Durchschnittsmiete für sogenannte Büroflächen mit Standardausbau haben angezogen und betragen aktuell 10,50 Euro.

Neue Flächen werden gebraucht

Hatte Dresden vor rund 15 Jahren noch einen hohen Leerstand, so hat sich dieser inzwischen stark verringert. Momentan stehen laut BNP nur noch rund 86.000 Quadratmeter leer, was einer im bundesweiten Vergleich sehr niedrigen Leerstandsquote von nur noch drei Prozent entspreche.

In Dresden gebe es eine Spezialisierung im Hightech-Bereich mit zahlreichen Start-ups, die sich gut in entwickeln, sagt Heinrich. Weil die auch weiterhin Büroflächen brauchen, müssten in Dresden in den nächsten Jahren Flächenangebote dazukommen.

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Es wird schon gearbeitet auf dem Grundstück. Wann die Büroflächen am Postplatz fertig sein sollen.

Derzeit entstehen einige Büroprojekte wie die Annenhöfe in Postplatz-Nähe oder die Fabrikstraße 13. Weitere sind in der Planung wie das Flex in der Friedrichstadt direkt am 26er-Ring.

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