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TV-Ermittler dreht in Dresden

Aus dem Soko-Stuttgart-Team im ZDF ist Mike Zaka Sommerfeldt nicht wegzudenken. Jetzt war er mit der Kamera auf besonderer Mission.

Zusammen mit Ahmad Mesgarha (l.) drehte Mike Zaka Sommerfeldt (2.v.l.) am Elbufer für seinen dritten Arche-Nova-Spot.
Zusammen mit Ahmad Mesgarha (l.) drehte Mike Zaka Sommerfeldt (2.v.l.) am Elbufer für seinen dritten Arche-Nova-Spot. © Marion Doering

Dresden. Den ersten Kontakt zu den Dresdner Wasserhelden bekam er in den 90er-Jahren, als Mike Zaka Sommerfeldt in einer Zeitschrift von einer neu gegründeten Hilfsorganisation namens Arche Nova las, die weltweit auf Mission für ausreichendes und sauberes Trinkwasser ist. 

"Der Ansatz gefiel mir und seitdem spendete ich immer mal wieder für den Verein", sagt der 56-Jährige Wahldresdner, der ursprünglich aus Erfurt stammt und heute sogar von drei Heimatorten spricht.

Die dritte ist Stuttgart, die Stadt, in der er seit inzwischen elf Jahren für die ZDF-Krimis des Soko-Teams vor der Kamera steht. Bevor die Anfrage vom Fernsehen kam, hatte er 13 Jahre lang beim Dresdner Theater Junge Generation auf der Bühne gestanden. Fürs ZDF spielt Sommerfeldt nun den französischstämmigen Jan Arnaud, den zu bunten Hemden neigenden Leiter der Kriminaltechnik.

Wenn nicht gerade Corona alle Zeitpläne über den Haufen wirft, wird zehn Monate im Jahr in Stuttgart gedreht. Während dieser Zeit pendelt der Schauspieler im Schnitt einmal in der Woche zwischen Stuttgart und Dresden, wo seine Familie lebt.

An der Seite von Martina Seiffert (Astrid M. Fünderich) geht Kriminaltechniker Jan Arnaud (Mike Zaka Sommerfeldt) für die Soko Stuttgart auf Verbrecherjagd.
An der Seite von Martina Seiffert (Astrid M. Fünderich) geht Kriminaltechniker Jan Arnaud (Mike Zaka Sommerfeldt) für die Soko Stuttgart auf Verbrecherjagd. © ZDF/Markus Fenchel

Als mitten in der Pandemie im Frühjahr alle Räder - und damit auch alle Kameras - still standen, hatte Sommerfeldt plötzlich überraschend viel Zeit und Lust, damit etwas Produktives anzufangen. Also erinnerte er sich an den Dresdner Verein Arche Nova, zu dem er in den Jahren zuvor bereits engere Kontakte aufgebaut hatte. 

Unter anderem moderierte er die vereinseigene Infoveranstaltung "Blaue Stunde" und brachte sich mit Gedichten und Texten ein.

Nun stand eine neue Idee im Raum: Könnte der Kameraprofi Mike Zaka Sommerfeldt nicht einen Werbespot für Arche Nova drehen? Und genau diese Herausforderung ging er an. "Ich wollte das Thema Wasserknappheit in eine Alltagssituation übertragen" sagt er. 

Heraus kam zunächst ein 30-sekündiger Clip, der ihn selbst eingeseift unter der Dusche zeigt. Als er den Hahn aufdreht, kommt jedoch kein Wasser aus der Leitung. 

Da fällt ihm ein Brief ein, der auf dem Esszimmertisch liegt. Absender: Arche Nova. Er holt den Umschlag, schneidet ihn unter der Dusche auf - und freut sich über das Wasser. Ende.

Hinter der Kamera stand ein 16-Jähriger. Der eigentlich nur für Social Medial gedachte Spot kam so gut an, dass er in diesem Jahr auch bei den Filmnächten am Elbufer gezeigt wurde. "Damit hatten wir natürlich nicht gerechnet", sagt Sommerfeldt, der sich sogleich motiviert fühlte, seine Idee zu einer Trilogie zu erweitern.

Im zweiten Teil der "Wasserpost" sieht man die Dresdner Kabarettistin Ellen Schaller, wie sie sich nach dem Gärtnern die Hände waschen will. Auch sie scheitert zunächst, bis sie den Umschlag von Arche Nova aufschneidet.

Vor wenigen Tagen nun wurde am Dresdner Elbufer der dritte und vorerst letzte Teil gedreht. Diesmal konnte Sommerfeldt Ahmad Mesgarha vom Staatsschauspiel als Protagonisten gewinnen, der als Läufer Durst bekommt und - man ahnt es - den rettenden Umschlag parat hat.

"Dieser Clip wird der längste und aufwendigste", sagt Sommerfeldt. Er hofft, dass sein kreatives Werk auch diesmal einen kleinen Teil dazu beiträgt, die Arbeit von Arche Nova bekannter zu machen. Dann hätte die Corona-Krise wenigstens etwas Gutes gehabt. Denn ohne sie wäre es wohl nie zu den Drehs in Dresden gekommen.

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