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Untersuchungshaft für Dresdner Macheten-Angreifer

Mit einer Machete hatte ein Eritreer zwei Kinder bedroht, "Allahu Akbar" gerufen und einen Iraker, der den Kindern zur Hilfe kam, mit einem Messer verletzt.

Der Angreifer sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Der Angreifer sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. © Symbolfoto: Rene Meinig

Dresden. Die Dresdner Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 26-jährigen Eritreer unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung, der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung.

Dem Mann wird vorgeworfen, am Montag, 28. Juni, kurz vor 21.30 Uhr in Höhe der Harthaer Straße 8 mit einer Machete an zwei noch unbekannte Kinder herangetreten zu sein, dabei die Machete mit einer etwa 26 Zentimeter langen Klinge und ein Messer mit einer circa 13 Zentimeter langen Klinge mit Drohgebärde in beiden Händen gehalten und die Kinder beschimpft zu haben.

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Ein 26-jähriger Iraker, der das beobachtet hatte, stellte sich dem Mann zur Unterstützung der Kinder entgegen, es kam zur einer kurzen verbalen Auseinandersetzung. Dabei soll der Angreifer laut unter anderem "Allahu Akbar" gerufen haben. Als der Freund des Irakers, ein 46-jähriger Landsmann, ebenfalls eingriff, soll der Beschuldigte dem jüngeren Iraker gezielt mit dem Messer eine fünf Zentimeter lange oberflächliche Schnittverletzung am Bein zugefügt haben.

Mann ist einschlägig vorbestraft

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun mitteilen, ist der Beschuldigte in der Vergangenheit schon mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten und auch schon einschlägig vorbestraft.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte der Ermittlungsrichter des Dresdner Amtsgerichts bereits am Tag nach der Tat die Hauptverhandlungshaft gegen den Beschuldigten angeordnet, da zunächst beabsichtigt war, ein beschleunigtes Verfahren durchzuführen. "Da im Zuge weiterer Ermittlungen festgestellt wurde, dass im vorliegenden Verfahren noch umfangreichere Ermittlungen erforderlich sind, wurde von der Durchführung eines beschleunigten Verfahrens Abstand genommen", erklären Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft deshalb die Aufhebung des Hauptverhandlungshaftbefehls und den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls gegen den Beschuldigten beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden beantragt. Dieser hat dem Antrag am Donnerstag entsprochen. Der Beschuldigte befindet sich nun in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen soll auch geprüft werden, ob die Tat einen religiösen Hintergrund gehabt haben könnte. (SZ)

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