merken
Dresden

Hand-OP in Dresden: Spätfolgen nach 68 Jahren

Der 80-jährigen Brigitte Maier schlafen immer wieder die Finger ein. In der Klinik entdecken die Ärzte einen ungeahnten Zusammenhang.

Nun geht es der Patientin deutlich besser.
Nun geht es der Patientin deutlich besser. ©  dpa (Symbolbild)

Dresden. Monatelang hatte Brigitte Maier Schmerzen in der Hand, konnte nicht richtig zugreifen und fühlte sich im Alltag eingeschränkt. Ihre Finger schliefen immer wieder ein. Nun konnte eine Operation ihr helfen , nicht so einfach bei einem Patienten mit schon 80 Jahren .

UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand

Was ist eigentlich das Unbezahlbarland? Warum ist der Landkreis Görlitz Unbezahlbarland? Hier finden Sie alle Infos.

"Ich kannte das schon, da ich im Alter von zwölf Jahren gestützt war und mir dabei den Ellenbogen gebrochen hatte", erzählte die heute 80-Jährige. Schließlich war sie erst beim Hausarzt und beim Chirurgen.

Im Sommer 2020 kam Brigitte Maier, die eigentlich anders heißt, dann zur Behandlung und Operation ins Städtische Klinikum nach Dresden. Operiert wurde sie von Sven Tempel, dem Leiter der Abteilung Handchirurgie und Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie.

„Wir stellten in der Rinne des Ellennerves in Höhe des Ellbogengelenkes, die in Richtung Handgelenk verläuft, eine zunehmende Altersverknöcherung fest, die den Ellennerv abdrückte“, so der Mediziner. Das führe zu einem Abdrücken des Nervs, ähnlich wie bei einem zugedrückten Wasserschlauch, so Tempel.

"Der Nerv musste befreit werden"

Eine der Ursachen dafür sei ein Bruch im rechten Ellenbogen als Brigitte Maier 12 Jahre alt war. Die entsprechenden Spätfolgen verursachten seit Anfang 2020 starke Schmerzen und Beeinträchtigungen für die Patientin. „Die Operation erfolgte dann mit einer Lupenbrille und dabei musste der Nerv befreit werden aus einer Art Umklammerung von Knochen und Gewebe“, so Tempel.

Das Team von Mediziner Tempel hat ganze Arbeit geleistet und die Patientin beschreibt einen guten Verlauf. „Wir als Operateure können etwa 50 Prozent zur Heilung leisten, die andere Hälfte müssen die Patienten durch Physiotherapie und eigene Motivation und Selbstbeübung aufbringen“, sagt er.

Nun sagt auch Brigitte Maier, dass sie viel weniger Schmerzen hat und sich im Alltag wieder besser bewegen kann.

Auf Sächsische.de möchten wir ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte von Corona-Infizierten aus Dresden teilen. Wenn Sie die Erkrankung bereits überstanden haben und uns davon erzählen möchten, schreiben Sie uns an [email protected]ächsische.de.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden