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Vogelgrippe: Stallpflicht für Geflügel in Dresden

Unweit der Dresdner Stadtgrenze wurde bei einem Wildvogel das ansteckende Vogelgrippevirus festgestellt. Was Geflügelhalter nun beachten müssen.

Geflügelhalter müssen in Dresden ihre Tiere bis auf Weiteres in Ställen lassen.
Geflügelhalter müssen in Dresden ihre Tiere bis auf Weiteres in Ställen lassen. © Symbolbild: Christian Charisius/dpa

Dresden. Wegen des erhöhten Risikos für Vogelgrippe-Infektionen im gesamten Stadtgebiet ordnet das Dresdner Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt ab sofort und bis auf Widerruf die Stallpflicht für gehaltenes Geflügel an.

Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse - also Geflügel mit Ausnahme von Laufvögeln - dürfen ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung gehalten werden.

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Diese muss laut Stadt aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten, dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen.

Geflügelhalter, die noch nicht beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Dresden registriert sind, haben die Haltung unverzüglich anzuzeigen. Kranke oder verendete Wildvögel - insbesondere Wassergeflügel und Greifvögel – sind dem Veterinäramt zu melden unter 0351 4080511, E-Mail [email protected]. Verendete Tiere dürfen nicht beziehungsweise nur mit Handschuhen berührt werden.

Seit Oktober 2020 wird verstärkt die Vogelgrippe bei Wildvögeln in ganz Deutschland festgestellt. In Sachsen wurde das Virus erstmals am 19. November bei einer Wildente im Landkreis Nordsachsen sowie am 25. und 30. Dezember in zwei Geflügelbeständen im Landkreis Leipzig amtlich festgestellt. Nun wurde der Erreger auch bei einem Wildvogel im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unweit der Dresdner Stadtgrenze nachgewiesen.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat wegen des hohen Risikos der Virus-Ausbreitung in Wasservogel- und Wildvogelpopulationen und des Eintrages in Geflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen mit einem Erlass vom 30. Dezember verfügt, dass eine risikobasierte Aufstallung des Geflügels - ausgenommen Laufvögel - in regional risikobewerteten Gebieten anzuordnen ist.

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Den vollständigen Inhalt der Allgemeinverfügung können Sie hier nachlesen. (SZ)

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