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Vom Eurocity direkt ins Gefängnis

Eine Zug-Kontrolle ist einem Fahrgast im Eurocity von Dresden in Richtung Prag zum Verhängnis geworden. Bundespolizisten entdeckten einen offenen Haftbefehl.

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Eine Zug-Kontrolle ist einem Fahrgast im Eurocity in Richtung Prag zum Verhängnis geworden. Bundespolizisten entdeckten einen offenen Haftbefehl.
Eine Zug-Kontrolle ist einem Fahrgast im Eurocity in Richtung Prag zum Verhängnis geworden. Bundespolizisten entdeckten einen offenen Haftbefehl. © PR/Deutsche Bahn

Dresden. Anstatt im Gefängnis zu weilen, ist ein 27-Jähriger am Samstag in den Eurocity von Dresden in Richtung Prag gestiegen. Der junge Mann ist von der Polizei gesucht worden, weil ein Haftbefehl noch offen war. Den hatte er sich eingefangen, nachdem er ohne Fahrerlaubnis mit einen Kraftfahrzeug unterwegs war. Eine Zug-Kontrolle wurde dem Fahrgast schließlich zum Verhängnis.

Als ihn Beamten der Bundespolizei im Eurocity ansprachen und seine Personalien kontrollierten, kam der offene Haftbefehl zum Vorschein. Der Mann hätte noch die Wahl gehabt, ersatzweise den Betrag von über 2.200 Euro zu begleichen, um die Weihnachtsfeiertage auf freiem Fuß verbringen zu können. Jedoch konnte er diese Summe nicht aufbringen.

Die Staatsanwaltschaft in Trier war nicht die einzige Stelle, welche am Aufenthaltsort des 27-Jährigen interessiert war. Wegen, teils schwerer Straftaten wie schwere Brandstiftung und Betrug hatten auch die Staatsanwaltschaften in Köln, Mainz und München bereits Aufenthaltsermittlungen gegen ihn in die Wege geleitet. Da er ohne Wohnsitz ist, konnten Ladungen der Staatsanwaltschaften nicht zugestellt werden.

Nun muss er die nächsten 65 Tage in einer sächsischen Justizvollzugsanstalt
verbringen. (SZ/sr)