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Online-Messe gegen die Ratlosigkeit

In der Krise konnten sich die Dresdner Schüler kaum über Karrieremöglichkeiten informieren. Nun sollen sie ihre potentiellen Ausbilder virtuell treffen.

Theo Weise (l.), Oskar Würfel und Leni Hübler wollen sich mithilfe der Vocatium-Messe über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.
Theo Weise (l.), Oskar Würfel und Leni Hübler wollen sich mithilfe der Vocatium-Messe über Ausbildungsmöglichkeiten informieren. © René Meinig

Dresden. Wichtiger als die Mathe- und Physik-Tests ist es vielen Schülern in den letzten beiden Schuljahren, gedanklich schon an ihrer Zukunft zu feilen. Ausbildung oder Studium? Dresden oder anderswo? Und welche Branche könnte es sein? Während einige schon mehr oder weniger klare Vorstellungen haben, sind andere noch komplett ratlos.

Allerdings fallen in Zeiten der Corona-Pandemie viele der bekannten Möglichkeiten weg, sich über Karrieremöglichkeiten zu informieren. Berufsmessen wie die Karrierestart wurden abgesagt. Praktika waren zuletzt kaum möglich.

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"Auch wir standen vor der Frage, ob wir unsere Messe Vocatium absagen sollten", sagt Susanne Sachse, die Projektleiterin vom Institut für Talententwicklung. "Letztlich war es uns aber wichtig, den Schülerinnen und Schülern auch in der Krise eine Brücke ins Berufsleben zu bieten."

Besonderheit der Vocatium ist, dass es zwar - normalerweise - einen großen Messeraum mit Ständen gibt, im Vorfeld jedoch individuelle Treffen zwischen Schülern und Ausbildern organisiert werden. Auch in diesem Jahr wird es für Dresden und Umgebung diese Treffen geben - allerdings virtuell.

Stephanie Leichsenring (l.) und Susanne Sachse vom IfT Institut für Talententwicklung Mitte bereiten die Online-Messe für Dresden und Umgebung vor.
Stephanie Leichsenring (l.) und Susanne Sachse vom IfT Institut für Talententwicklung Mitte bereiten die Online-Messe für Dresden und Umgebung vor. © René Meinig

Termine für die Videochats werden für den 5. Juli zwischen 15 und 18 Uhr vergeben sowie für den 20. Juli zwischen 14.30 Uhr und 17.30 Uhr.

Mit dabei sein wollen auf jeden Fall auch Oskar Würfel vom Gymnasium Bürgerwiese und Leni Hübler vom Marie-Curie-Gymnasium. Die beiden 17-Jährigen schließen gerade die 11. Klasse ab und haben noch kein Bild ihrer beruflichen Zukunft vor Augen. Nur in Dresden würden sie gern bleiben.

Leni könnte sich ein Studium der Hebammenkunde vorstellen, genauso aber auch Wirtschaftspsychologie oder BWL. Ihr Freund Oskar hat bislang nur die großen Bereiche Soziales und Sport ins Auge gefasst und erhofft sich von der Messe weitere Impulse.

Anmeldungen sind noch bis zum 17. Juni möglich. Das dazugehörige Informationsmaterial haben alle Schulen erhalten, aber vermutlich nicht in jedem Fall weitergegeben. Interessierte Jugendliche können sich aber auch online über das Ausbildungsangebot informieren. Anmeldungen sind direkt per Email an [email protected] möglich.

Vier Termine sind möglich

Zu den rund 70 regionalen und überregionalen Ausstellern gehören Ausbildungsbetriebe, Hochschulen und Beratungsinstitutionen. Angesprochen sind vor allem Schülerinnen und Schüler der Vorabgangsklassen in Oberschule und Gymnasium. Bis zu vier Termine pro Person sind möglich. "Etwa 14 Tage vor dem Termin erhalten die Jugendlichen dann die Einladung mit dem Link", erklärt Susanne Sachse.

Der 17-jährige Theo Weise vom Gymnasium Dresden-Plauen weiß schon genau, wohin ihn seine Reise führen soll. Er will Nautik studieren und später mal riesige Kreuzfahrtschiffte über die Weltmeere steuern. Da er für das Studium jedoch an die Küste muss, nahm er zuletzt bereits an der Vocatium in Flensburg teil. Seitdem fühlt er sich in seinem Traum bestärkt. Auch das kann eine virtuelle Messe leisten.

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