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Wie Täter in der Dresdner JVA bald Mitgefühl lernen können

Beim Opfer-Empathietraining werden Straftäter mit neuen Perspektiven konfrontiert. Doch der Gefängnisalltag erschwert einen Wandel. Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Von Christoph Pengel
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Die JVA Dresden ist derzeit mit 613 Gefangenen belegt. Jeder Dritte sitzt dort, weil er wegen einer Gewaltstraftat verdächtigt oder verurteilt wurde.
Die JVA Dresden ist derzeit mit 613 Gefangenen belegt. Jeder Dritte sitzt dort, weil er wegen einer Gewaltstraftat verdächtigt oder verurteilt wurde. © Christian Juppe/Archiv

Dresden. Er ist 21 Jahre alt, doch die Zukunft scheint ruiniert. Als Kind hat er viel Gewalt erlebt. Der einzige Moment, in dem er sich seinem Vater wirklich nah fühlte, war der, als sie gemeinsam ein paar Typen verprügelten. Jetzt sitzt der junge Mann in Haft, wegen anderer Gewaltverbrechen. Und als Mitarbeiter der Anstalt hören, dass er an einem Empathie-Programm teilnimmt, verdrehen sie die Augen. Ausgerechnet er? Doch er macht mit - und versetzt bald alle in Erstaunen.

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