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Wird Dresden zum "sicheren Hafen"?

Die Seebrücke übergibt am Montag Tausende Unterschriften von Bürgern, die Dresden zum Zufluchtsort für mehr Geflüchtete machen wollen.

Von Dominique Bielmeier
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Bei der Idee der „sicheren Häfen“ geht es darum, mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen als es der Königsteiner Schlüssel vorschreibt.
Bei der Idee der „sicheren Häfen“ geht es darum, mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen als es der Königsteiner Schlüssel vorschreibt. © Symbolbild: Arne Dedert / dpa

Dresden. Über 4.500 Dresdnerinnen und Dresdner haben dafür unterzeichnet, dass die Stadt zum „sicheren Hafen“ für Geflüchtete wird. Das teilte die Bewegung Seebrücke am Freitag mit. An diesem Tag endete die Mitzeichnungsfrist für die Petition.

Aktivisten der Seebrücke wollen die gesammelten Unterschriften am Montag um 15.30 Uhr an der Information des Rathauses abgeben. Anschließend soll bis 17 Uhr eine Kundgebung an der Goldenen Pforte stattfinden.

„Die Unterschriften unter der Petition sind das eine“, sagt Nicol Häntsch von Seebrücke Dresden, „die 70 Unterschriften unter unserem Aufruf, der sich an Initiativen, Gruppen, Vereine, Institutionen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften richtete, das andere.“ Mit der Forderung, Dresden zum sicheren Hafen zu machen, habe man Rückhalt nicht nur da gefunden, wo er erwartet worden sei, sondern unter anderem auch bei der TU Dresden, der HTW, der EHS und der Stiftung Frauenkirche Dresden. „Das macht uns stolz“, so Hänsch.

Auch wenn die Initiatoren der Petition sich über mehr als 4.500 Unterschriften freuen: Damit das Thema ohne Antrag in den Stadtrat kommt, hätten es mindestens 10.000 sein müssen. „Aber auch über einen interfraktionellen Antrag wird es mit Nachdruck noch in diesem Jahr auf der Tagesordnung des Rates landen“, heißt es.

Bei der Idee der „sicheren Häfen“ geht es um Unterstützung für die Seenotretter von Mission Lifeline und die Bereitschaft, mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen als es der Königsteiner Schlüssel vorschreibt.