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Warum eine Reparatur am Waldschlößchen so lange dauert

Die neue Verkehrsschilder-Brücke ist immer noch nicht eingebaut. Wie das die Stadt begründet.

Eine Lücke klafft zwischen den Bögen der Waldschlößchenbrücke. Für den fehlenden Ausleger der Schilderbrücke ist großer Aufwand nötig.
Eine Lücke klafft zwischen den Bögen der Waldschlößchenbrücke. Für den fehlenden Ausleger der Schilderbrücke ist großer Aufwand nötig. © Marion Doering

Dresden. Eine Lücke klafft derzeit zwischen den Bögen der Waldschlößchenbrücke. In Richtung Johannstadt fehlt eine Hälfte der Schilderbrücke über der Fahrbahn. Zuvor war der verbogene Träger auf der elbabwärts liegenden Seite am 30. August zwar verschwunden. Doch der neue Ausleger konnte während der halbseitigen Sperrung an dem Sonntag nicht wie geplant angebaut werden. 

Der alte Stahlträger wurde damals abgebaut und die am Brückenbogen verbliebene Kopfplatte überprüft. Danach mussten die Arbeiten aber abgebrochen werden. Der neue Ausleger sollte die Hälfte der Fahrbahn zwischen den Bögen in Richtung Johannstadt überspannen. Doch an der Kopfplatte habe es einen bis dahin unbekannten fehlerhaften Winkel von zwei Grad gegeben. Dies hätte bei der Montage dazu geführt, dass der neue Ausleger an seinem Ende um 30 Zentimeter zu tief gehangen hätte, erklärte das Straßenbauamt. 

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Nach dem Fehlschlag beim Einbau wurde Anfang dieses Monats auf der Waldschlößchenbrücke Maß genommen.
Nach dem Fehlschlag beim Einbau wurde Anfang dieses Monats auf der Waldschlößchenbrücke Maß genommen. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Am 2. September hatten Vermesser die genaue Lage der Kopfplatte am Bogen mit einem 3-D-Scanner digital erfasst. Die leicht geneigte Kopfplatte am Bogen wird zwar nicht korrigiert. Dafür wird das ihr zugewandte Pendant am Ausleger mit den bei der Vermessung erfassten, gespiegelten Werten so angeschweißt, dass die Schilderbrücke die richtige Lage über der Fahrbahn bekommt. Diese Arbeiten werden derzeit ausgeführt, erklärt das Straßenbauamt. „Nach der Feuerverzinkung ist der Ausleger einbaufertig.“ Allerdings sei noch unklar, wann die Schilderbrücke angebracht werden soll. Dann müssen wie am vergangenen Sonntag wieder zwei Fahrspuren auf der Brücke gesperrt werden. Der Antrag dafür muss vier Wochen vorher bei der Straßenverkehrsbehörde eingereicht werden. „Insofern ist frühestens Mitte Oktober mit dem zweiten Montageversuch zu rechnen“, erklärt das Amt.

Vermesser ermitteln hier die genauen Maße der Kopfplatte am Brückenbogen.
Vermesser ermitteln hier die genauen Maße der Kopfplatte am Brückenbogen. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Die Schilderbrücke war bei einem Unfall am 11. Februar stark beschädigt worden. Damals war ein Laster mit einem Müllcontainer über die Brücke gefahren. Der Metalldeckel hatte sich gelöst und war nach oben geklappt. Er krachte gegen die Schilderbrücke mit den Leuchtzeichen. Die Brücke musste damals stundenlang voll gesperrt werden. Es war sehr aufwendig, eine Spezialfirma für die Instandsetzung zu finden, die die Schilderbrücke ersetzt. Das war dem Straßenbauamt erst nach Monaten gelungen.

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