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Nackter verfolgt Frau vor der TU Dresden

Weil der mutmaßliche Exhibitionist nicht erscheint, verurteilt das Gericht den Mann in Abwesenheit.

Am Amtsgericht Dresden wartete der Richter vergeblich auf einen mutmaßlichen Exhibitionisten. Der Mann wird nun Post bekommen.
Am Amtsgericht Dresden wartete der Richter vergeblich auf einen mutmaßlichen Exhibitionisten. Der Mann wird nun Post bekommen. © Symbolfoto: SZ/Fabian Deicke

Dresden.  Auch zum zweiten Prozess ist ein 24-jähriger Mann am Freitag nicht im Amtsgericht Dresden erschienen. Dem Angeklagten werden exhibitionistische Handlungen vorgeworfen. Er wird nun Post von der Justiz erhalten.

Laut Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Entblößer nachts in der Südvorstadt eine Frau belästigt haben. Am 22. September vergangenen Jahres, einem Dienstagmorgen gegen 2.30 Uhr, soll der Mann an der Bergstraße im Sichtbereich einer jungen Frau an seinem Glied manipuliert haben. Dadurch habe er seine sexuelle Erregung steigern wollen, wie es in der Anklageschrift heißt.

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Auch die Geschädigte ließ sich nicht blicken

Vom TU-Campus habe der Täter, die Polizei spricht dabei von einem "Gliedvorzeiger", die Anfang-20-Jährige dann bis zur Haltestelle am Fritz-Förster-Platz verfolgt. Die Geschädigte sei dadurch verängstigt worden. Wie es der Frau heute geht, ist allerdings unklar.

Nicht nur der Angeklagte ist nicht zu seinem Prozess erschienen - auch die Geschädigte hatte nicht geladen werden können, teilte der Richter mit. Die Frau sei ausweislich der Postzustellungsurkunde inzwischen offenbar verzogen, hieß es. Eine aktuelle Adresse sei allerdings nicht bekannt.

Schon im Sommer erster Versuch geplatzt

Das Gericht hatte bereits im Sommer einen ersten Anlauf einer Hauptverhandlung unternommen. Schon da platzte der Prozess, weil der Angeklagte nicht gekommen war. Das erneute Fehlen konnte sich auch Verteidiger Bert Albrecht aus Freital nicht erklären.

Die Staatsanwaltschaft beantragte daher nun, den Deutschen per Strafbefehl zu verurteilen. Er wird das Urteil - eine Geldstrafe von 2.550 Euro - nun als Post vom Gericht erhalten. Wenn er den Strafbefehl nicht akzeptiert, kann er einen Einspruch dagegen einlegen.

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