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Neuer Termin für Dresdens neue Straßenbahn

Die erste Bahn wird zur Zeit in Bautzen komplettiert. Jetzt stehen die Liefer- und Einsatztermine fest.

Ein erster Blick in eine der neuen Dresdner Straßenbahnen. Hier fehlen unter anderem noch Verkleidungen, Sitze und Haltestangen.
Ein erster Blick in eine der neuen Dresdner Straßenbahnen. Hier fehlen unter anderem noch Verkleidungen, Sitze und Haltestangen. © PR/Alstom

Dresden. Die erste Straßenbahn der neuen Generation, die die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bestellt haben, soll voraussichtlich im Januar in den Linieneinsatz gehen. Das ist etwa einen Monat später als bislang geplant. Ursache dafür sind Verzögerungen beim Bau der Straßenbahn, die durch die Corona-Pandemie und Schwierigkeiten bei der Teile-Lieferung zustande gekommen sind, teilt Unternehmenssprecher Falk Lösch mit.

Das bedeutet auch, dass die Auslieferung später stattfindet, als ursprünglich geplant. Bisher war von August die Rede, jetzt rechnen die DVB damit, dass die neue Straßenbahn im September nach Dresden geliefert wird.

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Derzeit wird daran bei Alstom in Bautzen gearbeitet. In dem Werk, das früher zum Bombardier-Konzern gehörte, wird die Bahn derzeit komplettiert. Dabei müssen unter anderem die Steuerung eingebaut und viele Kabelstränge gezogen werden. Bisher ist von der späteren Innenausstattung noch nichts zu sehen, Sitze, Haltegriffe und ähnliche Einrichtungen für die Fahrgäste fehlen noch.

Nach der Lieferung nach Dresden muss die neue Bahn ein umfangreiches Testprogramm bestehen, zu dem unter anderem Probefahrten und technische Prüfungen gehören. Sie sollen bis etwa zum Jahresende erledigt sein.

Die DVB-Vorstände Lars Seiffert (rechts) und Andreas Hemmersbach haben sich bei einem Besuch in Bautzen über die Arbeiten an der ersten neuen Bahn informiert.
Die DVB-Vorstände Lars Seiffert (rechts) und Andreas Hemmersbach haben sich bei einem Besuch in Bautzen über die Arbeiten an der ersten neuen Bahn informiert. © PR/Alstom
Für die DVB-Vorstände Lars Seiffert (l.) und Andreas Hemmersbach gabs bei Alstom ein Modell der neuen Bahn.
Für die DVB-Vorstände Lars Seiffert (l.) und Andreas Hemmersbach gabs bei Alstom ein Modell der neuen Bahn. © PR/Alstom
An dem Modell kann man den "Knick" in der Karrosserie erkennen, der für die größere Breite der neuen Bahnen sorgt.
An dem Modell kann man den "Knick" in der Karrosserie erkennen, der für die größere Breite der neuen Bahnen sorgt. © PR/Alstom

Die DVB haben im 2019 beim damaligen Schienenfahrzeughersteller Bombardier, der heute zur Firma Alstom gehört, insgesamt 30 neue Stadtbahnwagen bestellt. Für weitere zehn besteht eine Kaufoption. Die Fahrzeuge sind mit 2,65 Metern rund 35 Zentimeter breiter als die bisher in Dresden eingesetzten. In den neuen Stadtbahnwagen ist Platz für bis zu 290 Fahrgäste - die aktuellen größten Straßenbahnen sind für maximal 260 Fahrgäste ausgelegt.

Auf den Seiten der neuen Wagen sind jeweils zwei Sitzplätze mit größerem Sitzabstand angeordnet, getrennt durch einen um fast 20 Zentimeter breiteren Mittelgang als bei den Vorgängern. Mehr und größere Türen sollen für stressfreies Ein- und Aussteigen sorgen. In sogenannten Multifunktionsbereichen gibt es künftig vier statt bisher zwei Stellplätze für Rollstühle oder Kinderwagen.

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