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Wann wird die Augustusbrücke fertig?

Direkt neben dem Terrassenufer prägen jetzt Gerüste das Bild. Wie lange noch an Dresdens traditionsreichster Elbebrücke gearbeitet werden muss.

Verhüllt ist der erste Pfeiler der Augustusbrücke auf dieser und auf der anderen Seite. Darunter sanieren die Bauleute die Sandsteinflächen.
Verhüllt ist der erste Pfeiler der Augustusbrücke auf dieser und auf der anderen Seite. Darunter sanieren die Bauleute die Sandsteinflächen. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Dresden. Weit fortgeschritten ist die Sanierung der Augustusbrücke. Im August vergangenen Jahres konnte die elbaufwärts liegende Seite freigegeben werden. Nun arbeiten die Sanierer von Hentschke Bau auf der elbabwärts liegenden Hälfte. Eingerüstet und mit Planen verhangen ist jetzt der erste Bogen direkt neben dem Terrassenufer.

Darunter arbeiten Bauleute, um die Sandsteinflächen zu sanieren, teilt die Stadt mit. Dort werden ausgebrochene Fugen erneuert und die Oberflächen schonend gereinigt. Zu stark beschädigte Teile der Sandsteinverblendungen werden durch neue ersetzt, die in der Fachsprache Vierungen genannt werden. Mit diesen Arbeiten kann jetzt begonnen werden, da die einst durchfeuchte Brücke mittlerweile ausgetrocknet ist. Denn funktionstüchtige Dichtungen gab es vor der Sanierung de facto nicht mehr, sodass das Wasser ungehindert in das Bauwerk eindringen konnte.

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Komplett erneuert werden musste die Sandsteinoberfläche am achten Bogen auf der Neustädter Elbseite.
Komplett erneuert werden musste die Sandsteinoberfläche am achten Bogen auf der Neustädter Elbseite. © René Meinig

Am Neustädter Ufer sind diese Arbeiten schon teilweise abgeschlossen. Die Sandsteinflächen der elbaufwärts liegenden Seite über den Elbwiesen sind saniert. Beim achten Bogen direkt über dem Elberadweg war dabei besonders viel Aufwand nötig. Deshalb musste der Elberadweg auch lange Zeit umgeleitet werden. Dieser Bogen und die beiden benachbarten Pfeiler waren durch eine Splitterbombe im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden. Der Bereich war 1948 mit viel handwerklichem Geschick, aber nur notdürftig ausgebessert worden. Deshalb musste die gesamte Fassade des Bogens und der beiden Pfeiler entfernt und komplett erneuert werden. Die Sichtflächen sind mit neuen Sandsteinen verkleidet worden. 

Die Sandsteinsanierung auf der elbabwärts liegenden Seite am Neustädter Ufer soll beginnen, wenn darüber die Brüstungen wieder aufgesetzt sind. Deren Einbau soll noch in diesem Monat starten. Komplett versetzt sind bereits die 120 Konsolsteine am Brückenrand der elbabwärts liegenden Seite, die aus der Brücke heraus ragen. Dort waren 65 Konsolsteine so stark beschädigt, dass sie durch neue ersetzt werden mussten. Darüber versetzten die Bauleute derzeit wieder die Gesimssteine, erläutert die Stadt.

Weit fortgeschritten ist die Sanierung auch auf der Brücke. Nach dem Abriss wurde die Oberfläche neu betoniert. Derzeit sind schon sieben der insgesamt neun Bögen abgedichtet, auf die eine Schicht schützender Beton aufgebracht wird, erklärt die Stadt. Sie kündigt an, dass Ende dieses Jahres auch der zweite Gehweg für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden kann. Dann kann die Fahrbahn bis zum Sommer nächsten Jahres fertiggestellt werden. Die Brücke bleibt aber für Autos bis auf Ausnahmen gesperrt. 

Allerdings sind dann noch weitere Arbeiten nötig. Diese haben aber kaum Auswirkungen auf den Verkehr, versichert die Stadt. Dann müssen noch die Unterseiten und Fassaden direkt über dem Fluss und auch auf der elbabwärts liegenden Seite am Neustädter Ufer saniert werden.

Aus mehreren Gründen wird die Sanierung teurer als geplant. Waren vor Baubeginn noch rund 22 Millionen Euro dafür geplant, so sind jetzt etwa 28 Millionen Euro nötig. Das hatte Straßenbauamtschef Robert Franke kürzlich erklärt.

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Auf sieben der insgesamt neun Bögen sind die neuen Abdichtungen bereits aufgebracht.
Auf sieben der insgesamt neun Bögen sind die neuen Abdichtungen bereits aufgebracht. © René Meinig

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