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Dresdner Handballer beenden bestes Jahr

Im Ost-Duell gegen Eisenach ist der HC Elbflorenz anfangs übermotiviert und erkämpft dann ein 26:26. Am Ende gibt es einen Schreckmoment.

Beim letzten Kampf des Jahres ringt sich Dresdens Sebastian Greß gegen die Deckung der Eisenacher durch. Das Ost-Duell endet jedoch unentschieden.
Beim letzten Kampf des Jahres ringt sich Dresdens Sebastian Greß gegen die Deckung der Eisenacher durch. Das Ost-Duell endet jedoch unentschieden. © kairospress

Dresden. Außergewöhnliches Jahr, merkwürdige Spielzeit am Rande der Wettbewerbsverzerrung – und am Tag vor Silvester noch ein Ost-Derby in der 2. Handball-Bundesliga: Das waren die Zutaten für das Duell des HC Elbflorenz gegen den ThSV Eisenach am Mittwochabend in Dresden.

In der Partie verpassten die leicht favorisierten Gastgeber, sich in den Kreis der Mitfavoriten im Kampf um die Aufstiegsplätze zu spielen. Was freilich auch vor der Saison als überraschend gegolten hätte. Der Tabellensechste erzielte gegen den Wiederaufsteiger ein schwer erkämpftes 26:26 (11:14), verpasste damit den vierten Sieg in Folge. Und hinterließ dabei in Hälfte eins einen übermotivierten Eindruck.
Nils Kretschmer fing sich bereits nach knapp 200 Sekunden die erste Strafe ein, Kreisläufer Jonas Thümmler verschaffte sich bei einem eigenen Angriff so aggressiv Platz, dass er dabei seinen Gegenspieler Willy Weyhrauch im Gesicht traf – Thümmler kassierte glatt Rot und musste sich den Rest der Partie von der leeren Tribüne aus ansehen (15.).

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Bis dahin hatten sich die Dresdner jedoch im dichten Abwehrverbund der Gäste immer wieder festgelaufen, ein technischer Fehler reihte sich an den nächsten. Zumindest das konnte das Team von Trainer Rico Göde in der zweiten Halbzeit ablegen. Das reichte am Ende – trotz starker Auftritte von Kretschmer (acht Tore) und Mindaugas Dumcius (sieben) – nicht ganz zum Sieg. Und macht auf ein Problem im HC-System aufmerksam. Ist der sonst so kreative und mitreißende Spielmacher Sebastian Greß (zwei Tore) indisponiert, stottert der Dresdner Motor.

Das zieht sich durch die gesamte bisherige Saison, die für den HC Elbflorenz allerdings so erfolgreich ist wie noch keine Zweitliga-Spielzeit. Nie vorher sind die Sachsen mit einem positiven Punktekonto ins neue Jahr gegangen. Jetzt steht das zweitbeste Auswärtsteam der Liga mit sehr soliden 16:12 Zählern da, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, dass es gut und gern auch vier Zähler hätten mehr sein können, ja müssen.

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Allerdings hat Trainer Rico Göde nie in solchen Statistiken gedacht, zumindest sagt das der 38-Jährige. „Es gab von mir keine Punktevorgabe bis Jahresende. Die Jungs sollten den Antrieb haben, so viele Punkte wie möglich zu machen.“ Am Mittwoch ist einer liegengeblieben. Die größere Sorge allerdings: In der letzten Aktion des Spiels verletzte sich Dresdens Linksaußen Nils Gugisch – im schlimmsten Fall könnte es ein Kreuzbandriss im linken Knie sein. Es wäre bereits der zweite.

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