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Petkovics erfolgreicher Arbeitstag in Dresden

Andrea Petkovic bestätigt ihren Ruf als Publikumsliebling und überzeugt im Dresdner Waldpark nicht nur auf dem Platz.

Von Alexander Hiller
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Extrem fokussiert: Andrea Petkovic im Blasewitzer Waldpark.
Extrem fokussiert: Andrea Petkovic im Blasewitzer Waldpark. © Jürgen Lösel

Dresden. Sie kam, sah – und siegte. Tennisstar Andrea Petkovic lief erstmals nach drei Jahren wieder für den TC Blau-Weiß Blasewitz in der 1. Tennis-Bundesliga der Damen auf. Entsprechend groß war das Ballyhoo des Klubs vorm Punkteduell gegen Bad Vilbel im Blasewitzer Waldpark – und auch der Andrang des Publikums. 700 Zuschauer zwängten sich auf die idyllisch gelegene Anlage, mit Abstand die größte Kulisse an diesem Liga-Wochenende.

Für viele Besucher sollte sich der Ausflug gelohnt haben. Das Einzelduell der beiden an Nummer eins gesetzten Spielerinnen, Andrea Petkovic und Maryna Zanevska, versprach nicht nur Weltklasse-Tennis. Die Nummer 64 der aktuellen Weltrangliste (Petkovic) und die Nummer 68 lieferten ab. Das phasenweise hochklassige Match entschied die Deutsche mit 7:5, 6:2 für sich – und Blasewitz den ganzen Spieltag mit 6:3.

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Petkovics Gegnerin Zanevska ist Ukrainerin, spielt aber seit 2016 für Belgien. In diesen Kriegszeiten ein allgegenwärtiges Thema. „Irgendwann während des Matches, als der Schiedsrichter von ihr als Belgierin sprach, ist mir eingefallen, dass sie aus der Ukraine kommt. Während des Matches versucht man natürlich, alle Gedanken in dieser Hinsicht auszublenden“, erklärte Petkovic hinterher.

Sie gab vor und nach der Partie geduldig Autogramme, lächelte freundlich für unzählige Selfies, ließ sich sogar in den einen oder anderen Plausch verwickeln. Viel näher kann man einem deutschen Tennisstar – Petkovic war mal die Nummer neun der Welt – kaum kommen. Die 34-Jährige sprühte vor Esprit, stand ihren Kolleginnen mit Tipps zur Seite. „Nach der Corona-Zeit war es schön, morgens gemeinsam zu frühstücken. Ich mag das, blühe auf im Team, wenn es nicht nur um einen selbst geht, sondern man andere Mädels unterstützen, ihnen von außen helfen kann – oder auch nicht“, erklärt sie lachend, um dann nachdenklich zu erwähnen: „Ich habe dieses Gefühl vermisst.“

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Das könnte die feinsinnige Athletin, die auch als Autorin und ZDF-Sportmoderatorin bereits ihr Multitalent nachwies, noch ein zweites Mal genießen: beim letzten Blasewitzer Heimspiel dieser Saison am 2. Juli. „Da läuft die erste Woche in Wimbledon. Entweder ihr seht mich im Fernsehen oder in Dresden“, sagt sie.

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