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Rewe Team Challenge: Fünf Kilometer für das Teamgefühl

Endlich wieder zusammen laufen. Die erste Rewe Team Challenge seit Corona begeistert die Läufer in Dresden. Das Ganze ist bombastisch inszeniert.

Das Rote Band fällt und die erste Gruppe des Abends startet in die Rewe Team Challenge. Für viele ein Ereignis.
Das Rote Band fällt und die erste Gruppe des Abends startet in die Rewe Team Challenge. Für viele ein Ereignis. © Sven Ellger

Dresden. Ein warmer Septemberabend - nicht zu heiß und nicht zu kalt. Das perfekte Wetter, um sich nach dem Homeoffice die Beine zu vertreten. Aber die Teilnehmer der Rewe Team Challenge wollen ein bisschen mehr als nur einen Spaziergang machen. Vom Kulturpalast, fünf Kilometer durch die Dresdner Altstadt, bis zum Rudolf-Harbig-Stadion führt die Strecke des größten Firmenlaufs Ostdeutschlands. Ungefähr 12.000 Teilnehmer laufen an zwei Tagen in Gruppen von jeweils 1.000 Leuten über die Strecke, sagt Günter Frietsch, Mitglied der Geschäftsführung von "Laufszene Sachsen", Organisator des Spektakels. Er freut sich über das rege Interesse trotz Corona. Jede halbe Stunde startet eine neue Gruppe.

Bereits am Startpunkt sind die Spannung, aber auch die Freude der Läufer zu spüren. Nur die Masken, die die Läufer erst auf der Strecke ablegen dürfen, erinnern an den Corona-Alltag. Boney M's Rasputin dröhnt durch die Boxen der an der Startlinie aufgestellten Radio Dresden-Bühne. Ein Moderator stimmt die Läufer auf das Kommende ein und begrüßt alte Bekannte im Teilnehmerfeld.

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Das Verhalten der Läufer am Startpunkt ist so verschieden wie die Läufer selber. Während die einen konzentriert auf den Startpunkt oder in den Himmel starren, nutzen andere die Zeit sich zu dehnen. Wieder andere halten noch ein gemütliches Schwätzchen mit den Arbeitskollegen und nippen an ihrem Mineralwasser. Boney M wird durch heroische Musik, die auch direkt aus einem Actionfilm stammen könnte, abgelöst. Nun wissen alle: Es geht gleich los. Es ist eine Inszenierung, die es in sich hat: Die Spannung steigt und die gelben Luftballons, die viele der Teilnehmer in ihren Händen halten, zittern in der Luft.

Dann eine Start-Tröte, die die traditionelle Pistole abgelöst hat. Die Spannung löst sich genauso wie die gelben Luftballons, die aus den Händen der Läufer in die Luft steigen. Als sie starten, ist "Celebration" von Kool and the Gang zu hören. Den lächelnden Gesichtern sieht man an, das Laufen ist ihnen ein Fest.

"Ein geiles Gefühl"

Doch viele der Teilnehmer sind nicht nur vor Ort, um ihre Leidenschaft für den Sport auszuleben. Es sei einfach ein geiles Gefühl gemeinsam als Team in das Rudolf-Harbig-Stadion einzulaufen, sagt Matthias Schulz vom "Team Schaumschläger" des Spülmittelhersteller FIT. Für ihn als Dynamo-Fan sei das etwas ganz besonderes. Abseits dieses Gefühls sei es ihm aber wichtiger, gemeinsam mit seinen Arbeitskollegen zu laufen. Dass die Teambuildingmaßnahme erfolgreich war, sieht man den "Schaumschlägern" an. Immer wieder posieren sie stolz für gemeinsame Teamfotos und scheinen den Abend unter Kollegen sichtlich zu genießen.

Auch für Max König von der Planungsgruppe M+M (PGMM) ist die Rewe Team Challenge eine willkommene Abwechslung. Für ihn sei es besonders wichtig, dass durch die Teilnahme wieder ein soziales Gefüge entstehe. Viele seiner Arbeitskollegen hätte er in der Corona-Zeit kaum zu Gesicht bekommen. Und nun liefen nicht nur viele mit ihm in der Challenge, sondern es seien auch Kollegen gekommen, um das Team von der Seitenlinie anzufeuern. Das sei etwas Normalität im Chaos, erzählt König begeistert. Und wirklich; als die Gruppe losläuft ist die kleine Ansammlung im weißen PGMM-T-Shirt an der Seitenlinie unüberhörbar.

Und genau diesen Effekt möchte Günter Frietsch als Organisator der Challenge erzielen. So viele Leute hätten "Laufszene Sachsen" in der Corona-Zeit unterstützt, und nun sei man mit dieser Veranstaltung und anderen im ganzen Osten und darüber hinaus in der Lage, ihnen etwas zurückzugeben.

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Für die Teilnehmer, die so lange im Home-Office gewesen sind, sei der Lauf ein Moment punktueller Freiheit, sagt Frietsch. Das merke man auch an der Zahl der Teilnehmer, die zwar im Gegensatz zur Vor-Corona-Zeit zurückgegangen wäre, aber die Erwartungen übersteige. Auch rund 50 Topathleten wie der Olympiateilnehmer Karl Bebendorf hätten sich die Teilnahme nicht nehmen lassen. Und noch etwas ist ihm wichtig: Auch wenn es am Start anders aussähe, habe man natürlich bei der Durchführung des Events alle Maßgaben wie die 3G-Regel umgesetzt.

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