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Dresdner Wasserspringerin patzt in Tokio

Saskia Oettinghaus wollte bei Olympia mit Tina Punzel vom Dreimeter-Brett springen, doch bei der Qualifikation in Japans Hauptstadt enttäuscht sie.

Ist bei Olympia nicht dabei: Saskia Oettinghaus.
Ist bei Olympia nicht dabei: Saskia Oettinghaus. © Foto: Ronald Bonß

Tokio/Dresden. Tina Punzel bleibt vorerst die einzige Wasserspringerin vom Dresdner SC, die sich für die Olympischen Sommerspiele, die Ende Juli in Tokio beginnen, qualifizieren konnte. Vereinskollegin Saskia Oettinghaus verpasste am Montag beim entscheidenden Weltcup die Chance, in der Einzelkonkurrenz vom Dreimeter-Brett das Ticket zu lösen. Im Vorkampf landete die 23-Jährige unter 48 Starterinnen lediglich auf Rang 40. Um sich für Olympia zu qualifizieren, wäre ein Top-18-Platz nötig gewesen.

Oettinghaus, die sich in einem internen Ausscheid gegen die ebenfalls zum Weltcup geflogene Jana Lisa Rother (Berlin) durchgesetzte hatte, ist mit ihrer Enttäuschung nicht allein. Lena Hentschel war nur zwei Plätze besser, sprang auf Rang 38. Die 19-Jährige trainiert inzwischen ebenfalls in Dresden, startet aber weiterhin für den Berliner TSC. Hentschel hat das Olympia-Ticket allerdings schon in der Tasche, im Synchron-Wettbewerb vom Brett wurde sie am Wochenende an der Seite von Punzel Vierte.

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Die derzeit beste deutsche Wasserspringerin wird bei den Spielen in Tokio gleich in drei Wettbewerben an den Start gehen - im Brett-Einzel nun aber alleine. In dieser Disziplin hatte sich Punzel bereits bei der WM 2019 qualifiziert. Oettinghaus oder Hentschel wollten sich am Montag den zweiten Startplatz sichern, doch das ging gehörig schief. Martin Wolfram greift beim Weltcup am Mittwoch ein, er möchte zu seinen dritten Olympischen Spielen. Eine Chance gibt es also noch, damit Punzel keine DSC-Einzelstarterin bleibt.

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