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Dresden

Stadtschreiber für Dresden gesucht

Wortgewandte Bürger können sich bei der Stadt um ein Stipendium als Stadtschreiber bewerben. Wer das werden kann und was man als Stadtautor zu tun hat.

Dresden sucht einen neuen Stadtschreiber oder eine Stadtschreiberin.
Dresden sucht einen neuen Stadtschreiber oder eine Stadtschreiberin. © Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Die Stadt Dresden sucht für das nächste Jahr einen neuen Stadtschreiber oder eine Stadtschreiberin. Bis zum 18. Juli kann man sich für das halbjährige Stipendium bewerben. Wie man Stadtschreiber wird.

Wer kann sich bewerben?

Als Dresdner Stadtschreiber braucht man besonders zwei Dinge: Interesse an der Landeshauptstadt und ein Talent zum Schreiben. Wichtig dabei: Stadtschreiber kann nur werden, wenn hier zurzeit nicht wohnt. Bewerberinnen und Bewerber sollten außerdem mindestens eine selbstständige Publikation vorweisen können.

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Was machen Stadtschreiber?

Stadtschreiber schauen als Fremde auf die Stadt, sammeln Geschichten und Eindrücke. In gewisser Weise spiegeln sie die Stadt als Außenstehende wider. Wer Dresdner Stadtschreiber wird, bekommt für ein halbes Jahr von Juni bis November eine monatliche Förderung von 1.500 Euro sowie eine eigene Wohnung in Dresden.

In der Zeit sollen die Autoren Lesungen durchführen, sowie neue Impulse in der Dresdner Literaturwelt setzen. "Insbesondere Dresden mit seiner vielfältigen Geschichte und diskursiv gelebten Gegenwart bietet spannende Gelegenheiten, die Stadt literarisch zu erforschen und ich hoffe auf eine Vielzahl von Bewerbungen, insbesondere von Autorinnen", sagt Annekatrin Klepsch, die zweite Dresdner Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus.

Wer ist gerade Stadtschreiber?

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Seit diesem Jahr wohnt die Berliner Schriftstellerin Kathrin Schmidt in Dresden. Die 62-Jährige hatte die Dresdner Jury mit ihrer lyrischen Kompositionskunst überzeugt. Ihr erfolgreichster Roman erhielt 2009 den Deutschen Buchpreis und hieß "Du stirbst nicht": Nach dem Riss einer Gehirnarterie, nach Koma, Lähmung, Erinnerungsverlust und Sprachlosigkeit kämpft sich eine Schriftstellerin zurück ins Leben. Es ist Kathrin Schmidts eigene Geschichte.

Derzeit arbeitet die Schriftstellerin an einem historischen Roman, dessen Wurzeln bis nach Dresden verlaufen. Er soll noch in diesem Jahr erscheinen. Seit 1996 fördert die Stadt jedes Jahr einen Stadtschreiber oder eine Stadtschreiberin.

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