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Staufalle auf Königsbrücker verschwindet

Die Stadtentwässerung hat am Abzweig Hellerau ein besonderes Bauwerk errichtet. Welche Gefahr damit gebannt wird.

Eng ist es derzeit auf der Königsbrücker Straße am Abzweig Hellerau. Dort könnte sich vor allem bei Starkregen das Abwasser im Untergrund stauen. Deshalb wird gebaut, wodurch vor allem im Berufsverkehr eine Etage höher Staugefahr besteht.
Eng ist es derzeit auf der Königsbrücker Straße am Abzweig Hellerau. Dort könnte sich vor allem bei Starkregen das Abwasser im Untergrund stauen. Deshalb wird gebaut, wodurch vor allem im Berufsverkehr eine Etage höher Staugefahr besteht. © Sven Ellger

Dresden. Besonders im Berufsverkehr ist es derzeit auf der Königsbrücker Straße am Abzweig Hellerau eng. Die Linksabbiegespur in den Moritzburger Weg ist gesperrt. Außerdem haben Kraftfahrer auf dieser Kreuzung keine Möglichkeit mehr, in den Manfred-von-Ardenne-Ring zum benachbarten Gewerbegebiet abzubiegen. Sie müssen erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Und das schon seit Sommer vergangenen Jahres.

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Die Stadtentwässerung lässt dort seit August 2020 große unterirdische Bauwerke errichten. Und die Tiefbauer haben sehr zügig gearbeitet, berichtet Projektleiter André Leistner von der Stadtentwässerung. „Mitte Juni werden wir fertig, sodass die Verkehrseinschränkungen entfallen“, sagt er.

Nötig ist der Bau, weil die Abwassermenge aus Richtung Klotzsche vor allem wegen der wachsenden Chipindustrie zunimmt und auch dort Staugefahr besteht, erklärt Geschäftsführer Ralf Strothteicher von der Stadtentwässerung. Zudem will Infineon noch erweitern. „Schon jetzt haben wir in Richtung Albertplatz Engpässe im Kanal“, sagt er. Kommt noch starker Regen hinzu, könnte sich das Abwasser so stauen, dass es aus den Gullydeckeln heraussprudelt und die Straßen überflutet.

Bauleiter Marcel Bach (l.) inspiziert mit Geschäftsführer Ralf Strothteicher von der Stadtentwässerung das neue Wehr im Trennbauwerk unter der Königsbrücker Straße. Über das fließt künftig bei starkem Regen Abwasser in einen Seitenkanal durch den Prießnit
Bauleiter Marcel Bach (l.) inspiziert mit Geschäftsführer Ralf Strothteicher von der Stadtentwässerung das neue Wehr im Trennbauwerk unter der Königsbrücker Straße. Über das fließt künftig bei starkem Regen Abwasser in einen Seitenkanal durch den Prießnit © Sven Ellger

Doch bald gibt es eine Lösung in Form unterirdischer Bauwerke, die jetzt im Bereich dieser Kreuzung errichtet wurden. Im Normalfall fließen 100 bis 200 Liter Abwasser je Sekunde durch den Kanal, die jetzt mit einem speziellen Verfahren genau gemessen werden, erklärt Strothteicher. Steigt die Menge erheblich auf mehr als 400 Liter je Sekunde, schließt ein elektronisch gesteuerter Schieber ganz oder teilweise. In einem Trennbauwerk fließt in diesem Fall überschüssiges Abwasser über ein 1,3 Meter hohes Wehr in einen Seitenkanal. Der führt vom Ardenne-Ring durch den Prießnitzgrund bis zum großen Neustädter Abfangkanal an der Bautzner Straße. Damit wird nicht nur der Kanal unter der Königsbrücker Straße erheblich entlastet, sondern auch eine Lösung für die Zukunft geschaffen. Dafür hat die Stadtentwässerung rund 1,1 Millionen Euro investiert.

Besonders nötig ist diese Lösung für den unteren Abschnitt der Königsbrücker Straße zwischen Stauffenbergallee und Albertplatz. Denn der 50 Zentimeter hohe Kanal ist dort immerhin schon rund 100 Jahre alt. Geplant ist, ihn mit der Sanierung der Königsbrücker Straße zu erneuern und zu vergrößern, erläutert Strothteicher den nächsten Schritt.

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