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Terrassenufer bis Sonnabend dicht

Derzeit werden die letzten Arbeiten an der Carolabrücke ausgeführt. Warum jetzt noch eine Sperrung nötig ist.

Ab Freitagabend ist das Terrassenufer im Bereich der Carolabrücke voll gesperrt.
Ab Freitagabend ist das Terrassenufer im Bereich der Carolabrücke voll gesperrt. © Peter Hilbert

Dresden. Seit November 2019 laufen die Sanierungsarbeiten auf dem elbaufwärts liegenden Brückenzug der Carolabrücke. Bereits ein Jahr später konnte der neue, verbreiterte Geh- und Radweg fertiggestellt werden. Derzeit wird die neue Fahrbahn hergestellt. Zuvor war die Begrenzung neben der Straße in Richtung des benachbarten Brückenzuges neu gebaut worden, die sogenannte Stahlbetonkappe.

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Da jetzt die Schutzgerüste abgebaut werden können, muss ab Freitag, 20 Uhr, bis zum Sonnabend, 12 Uhr, das Terrassenufer im Bereich der Carolabrücke voll gesperrt werden, teilt die Stadt mit. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Bauleute nutzen die Gelegenheit zudem, um am Unterteil der Brücke in diesem Bereich Ausbesserungsarbeiten am Beton auszuführen.

Auf diesem Brückenzug sind die Straßenbauer derzeit dabei, die Fahrbahndichtung aufzubringen. Außerdem werden noch Beleuchtungsmasten auf der elbabwärts liegenden Seite aufgestellt. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten.

Geplant ist, dass in Kürze der Deckenfertiger anrollt und zwei Asphaltschichten aufbringt, sodass ab Mitte Juni wieder Autos über den Brückenzug rollen können, erklärt die Stadt. Dann werden alle Arbeiten abgeschlossen sein. Vor allem der neue Geh- und Radweg bietet wesentlich bessere Bedingungen, da er von 3,6 auf 4,25 Meter verbreitert wurde. Möglich war das, da erstmals beim Großbrückenbau leichterer Carbon- beziehungsweise Basaltbeton eingesetzt wird. Damit beschreitet die Stadt gemeinsam mit dem Institut für Massivbau der TU Dresden neue Wege. Über den eingehobenen Fertigteilen des Fußwegs ist zuerst eine Lage Stahlbewehrung eingebaut worden. Auf der Neustädter Seite haben die Brückenbauer Basaltmatten verlegt.

Mittlerer Brückenzug soll 2022 saniert werden

Weit fortgeschritten sind die Arbeiten an der neuen Fahrbahn. Derzeit werden Dichtungsbahnen aufgebracht. In Kürze soll ein Deckenfertiger die Straße asphaltieren.
Weit fortgeschritten sind die Arbeiten an der neuen Fahrbahn. Derzeit werden Dichtungsbahnen aufgebracht. In Kürze soll ein Deckenfertiger die Straße asphaltieren. © Peter Hilbert

Die Basaltstäbe sind von einer geriffelten Epoxidharzhülle umschlossen, damit sie im Beton gut halten. Das leichtere und flexiblere Material ist umfassend getestet und zugelassen worden. Es rostet nicht, ist gegen Streusalze resistent und eröffnet neue Möglichkeiten. Zwar ist das Material teurer als Stahl. Doch es ist deutlich fester, sodass weniger Beton für die insgesamt nur zehn Zentimeter starke Platte benötigt wird. Auf der Altstädter Brückenhälfte wurden Carbonmatten eingebaut.

Nur beim letzten Fußweg-Abschnitt am Altstädter Brückenende wurde keine Lage von Stahlmatten, sondern ausschließlich Basaltbewehrung eingebaut, hatte das Straßenbauamt erklärt. So kann getestet werden, wie gut der Fußweg hält, wenn nur dieses neuartige Material eingebaut wird.

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Die Sanierung der Carolabrücke ist dringend nötig. Schließlich gibt es an der 1971 fertiggestellten Spannbetonbrücke erhebliche Schäden. Geplant ist, 2022 den mittleren Brückenzug zu sanieren. Die Stadt hofft dafür auf Fördermittel. Bei der jetzigen Sanierung hatte das nicht geklappt. Da der Zuschuss 2019 vom Freistaat nicht bestätigt wurden, muss die Stadt die 5,5 Millionen Euro teure Sanierung komplett selbst bezahlen. Noch unklar ist, wann der dritte, elbabwärts liegende Teil der Carolabrücke mit der Straßenbahntrasse saniert wird.

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