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Test für Super-Wasserspeicher

Das Richtfest im Fischhausgelände fällt wegen der Coronakrise aus. Wie die Dresdner von dem Neubau profitieren.

Der Rohbau der zweiten Wasserkammer im Fischhausgelände ist fertig. Hier ist Drewag-Projektleiter Martin Kayser bei einer letzten Inspektion. Derzeit wird diese Kammer bereits mit Wasser befüllt, um die Dichtheit zu testen.
Der Rohbau der zweiten Wasserkammer im Fischhausgelände ist fertig. Hier ist Drewag-Projektleiter Martin Kayser bei einer letzten Inspektion. Derzeit wird diese Kammer bereits mit Wasser befüllt, um die Dichtheit zu testen. © Foto: Oliver Killig

Dresden. Das Fischhausgelände ist seit über drei Jahren eine Großbaustelle. Dort war Dresdens ältester Trinkwasser-Hochbehälter Saloppe abgerissen worden, um ihn durch einen neuen, größeren Neubau zu ersetzen. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten. Schließlich wird in Dresden immer mehr Wasser verbraucht. In solchen Behältern wird es gespeichert, nachdem es in den Wasserwerken aufbereitet wurde. 

Eigentlich wollte die Drewag dort am vergangenen Donnerstag Richtfest feiern. Wegen des neuen Lockdowns fällt das aus. Dennoch liegen die Arbeiten voll im Zeitplan, teilen die Stadtwerke mit. Der Rohbau der ersten Wasserkammer, der 9,4 Millionen Liter  fasst, stand im April. Jetzt ist auch der Rohbau der benachbarten Kammer mit dem gleichen Fassungsvermögen fertig. Wie zuvor ihr Nachbar muss sie jetzt einen besonderen Test bestehen, erklärt Projektleiter Martin Kayser. Seit Donnerstag wird die Kammer mit Wasser langsam befüllt. Sind die 9.400 Kubikmeter drin, kommt noch in diesem Monat der 48-stündige Härtetest. In dem Bauwerk darf es während dieser Zeit keine messbaren Verluste geben. Das wird mit einem sogenannten Stechpegel gemessen, der den Wasserstand bis zu 0,1 Millimeter genau erfasst. Bis Dezember wird das Wasser dann wieder langsam abgelassen. 

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Ein Blick aufs Dach des neuen Hochbehälters an der Fischhausstraße. Er wird künftig das rechtselbische Gebiet mit Wasser versorgen.
Ein Blick aufs Dach des neuen Hochbehälters an der Fischhausstraße. Er wird künftig das rechtselbische Gebiet mit Wasser versorgen. © Foto: Oliver Killig

Neben den Wasserkammern steht das neu gebaute Technikgebäude, in das derzeit die hydraulische Ausrüstung installiert wird. Dazu zählen unter anderem Rohre, Armaturen mit Absperrklappen, die einen Durchmesser von 60 Zentimetern haben, sowie die Steuer- und Regelungstechnik. Dort wurde jetzt damit begonnen, die Elektrotechnik zu installieren.

Im Technikgebäude installieren Monteure derzeit Rohre und Anlagen.
Im Technikgebäude installieren Monteure derzeit Rohre und Anlagen. © Foto: Oliver Killig

Von Februar bis Mitte März nächsten Jahres wird der neue Hochbehälter schrittweise in Betrieb genommen. Sind die Rohre und Wasserkammern gründlich gereinigt und desinfiziert, werden sie befüllt. Dabei müssen die Dichtheit der jeweils 9.400 Kubikmeter fassenden Wasserkammern, die Hygiene und die gesamte Technik überprüft werden. Getestet wird in dem Zuge sowohl die manuelle und automatisierte Steuerung vor Ort als auch die Übermittlung der Daten an die zentrale Leitwarte der Drewag.

Nach der Freigabe durch das Labor wird die Versorgung Zug um Zug auf den neuen Behälter umgestellt und der Probebetrieb beginnt. Wird er wie geplant bis Mai kommenden Jahres erfolgreich beendet, hat der alte Hochbehälter Hosterwitz ausgedient. Mit einem Fassungsvermögen von 18.800 Kubikmetern hat der neue Speicher über 3.000 Kubikmeter Volumen mehr als der alte. Die Drewag investiert dort rund 13 Millionen Euro, um eine noch leistungsfähigere Trinkwasserversorgung für das rechtselbische Gebiet auszubauen. Dort werden mehr als 82.000 Verbraucher Wasser aus dem neuen Hochbehälter erhalten.

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