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Deutschland & Welt

So rast die Erde durchs All

Der europäische Satellit Gaia liefert einmalige Daten. Ein internationales Team mit Dresdner Beteiligung stellt nun die neue Karte unserer Galaxie vor.

Das neue Bild von unserer Galaxie: Die helle horizontale Struktur ist die Ebene unserer Milchstraße. Es handelt sich eigentlich um eine abgeflachte Scheibe, die von der Kante aus gesehen die meisten Sterne der Galaxie enthält.
Das neue Bild von unserer Galaxie: Die helle horizontale Struktur ist die Ebene unserer Milchstraße. Es handelt sich eigentlich um eine abgeflachte Scheibe, die von der Kante aus gesehen die meisten Sterne der Galaxie enthält. © ESA

Dresden/Paris. Internationale Forscherteams haben am Donnerstag ein neues 3-D-Bild unserer Galaxie veröffentlicht. 1,8 Milliarden Himmelsobjekte sind dort enthalten. Die Daten dafür stammen vom europäischen Esa-Satelliten Gaia.

Nie zuvor war das, was uns umgibt, so detailliert zu sehen. Von den Himmelskörpern kennen die Wissenschaftler nicht nur die Positionen, sondern auch Geschwindigkeiten, Helligkeiten und Farben.

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Forscher der TU Dresden haben aus 1,6 Millionen weit entfernten Quasaren berechnet, in welche Richtung sich alles beschleunigt. Alles rast ziemlich genau aufs Zentrum der Galaxie zu. Dabei geht es jedoch um eine Jahrmilliarden-Reise. In der Mitte unseres Milchstraßensystems wird ein Schwarzes Loch vermutet.

Für die Berechnung der Route auch unseres Sonnensystems durch die Galaxie war ein Gleichungssystem mit zehn Milliarden Unbekannten zu lösen. Das Astronomenteam von Sergei A. Klioner hat dafür auch die Hochleistungsrechner der TU Dresden stark herausgefordert. Damit konnten bisher nur als Theorien vorhandene Vorgänge im All bestätigt werden.

Gaia gilt aufgrund seiner Entdeckungen als Jahrhundertsatellit für die Astronomie. 20 Jahre dauerten Entwicklung und Bau. Seine 1.000-Megapixel-Kamera hat das Bild vom Universum dann seit 2013 revolutioniert und wird noch bis 2025 Daten liefern. Bisher sind es schon so viele Daten, dass sie ausgedruckt ein 100 Kilometer dickes Buch füllen würden. Diese Daten stehen allen Wissenschaftlern weltweit frei zur Verfügung.

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