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Dresden: Carolabrücke ab Montag frei

Der erste Teil der Brücke ist fertig saniert. Was das für die Autofahrer bedeutet und welche Überraschung es bei den Arbeiten gab.

Eine Hälfte der Carolabrücke ist nun fertig saniert. Im Oktober 2022 sollen die Bauarbeiten weitergehen.
Eine Hälfte der Carolabrücke ist nun fertig saniert. Im Oktober 2022 sollen die Bauarbeiten weitergehen. © Sven Ellger

Dresden. Gute Nachrichten für Dresdner Autofahrer: Am kommenden Montag wird der fertig sanierte Teil der Carolabrücke wieder für den Verkehr geöffnet. In den vergangenen gut eineinhalb Jahren war ein Teil der Brücke gesperrt, weil das Straßen- und Tiefbauamt (STA) den ersten Teil des Bauwerks sanieren ließ. Damit Autos, Radfahrer und Fußgänger die Elbquerung trotz der Bauarbeiten nutzen konnten, wurde an zwei Abschnitten gearbeitet.

Nun ist der östliche Brückenteil, der von der Altstädter auf die Neustädter Seite führt, fertig. Rund 5,7 Millionen Euro musste die Stadt dafür investieren. Der westliche Brückenteil wird ab kommendem Jahr saniert, die Planungen dafür haben bereits begonnen. Konkret werden Autofahrer dann im Zeitraum von Oktober 2022 bis Dezember 2023 mit Sperrungen und Umleitungen rechnen müssen. Der dritte und letzte Abschnitt folgt 2024, hierfür werden erste Vorplanungen erarbeitet.

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Ab kommendem Montag dürfen wieder Autos über den östlichen Brückenteil der Carolabrücke in Richtung Neustadt rollen.
Ab kommendem Montag dürfen wieder Autos über den östlichen Brückenteil der Carolabrücke in Richtung Neustadt rollen. © Sven Ellger

Der östliche Brückenteil hat jetzt nicht nur eine schöne neue Fahrbahn, sondern ist auch 65 Zentimeter breiter. Dazu wurden nach dem Abriss der alten Bauteile neue Betonfertigteile für den Geh- und Radweg errichtet. Die Erweiterung der Brückenfläche ist dem Einsatz von Carbon und Basalt zu verdanken, die in der neuen Bewehrung verarbeitet wurden.

Weil dieses Material im Gegensatz zur üblichen Eisenbewehrung nicht rostet, musste letztlich weniger Beton verbaut werden, wodurch die Konstruktion leichter ist und breitere Wege möglich sind. Zudem soll das Baumaterial länger haltbar sein, weil sich weniger Risse bilden.

In Dresden kommen Carbon und Basalt zum ersten Mal bei der Sanierung einer Großbrücke zum Einsatz. Damit will das STA nun Erfahrungen für künftige Projekte sammeln. Bisher seinen keine Schäden an den neuen Materialien festzustellen, so die Stadt. Erneuert wurden in den vergangenen Monaten auch der Fahrbahnbelag, die Geländer sowie die Leuchten. Bei den Lampen handelt es sich um Nachbildungen der Vorgänger, die wegen ihres schlechten Zustandes nicht noch einmal verwendet werden konnten. Beseitigt wurden auch Schäden im Brückeninneren, und auch die Entwässerung der Brücke wurde instandgesetzt.

Der Radweg ist bereits wieder freigegeben, auf der Fahrbahn werden noch die restlichen Arbeiten erledigt.
Der Radweg ist bereits wieder freigegeben, auf der Fahrbahn werden noch die restlichen Arbeiten erledigt. © Sven Ellger

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Dabei verlief die Sanierung nicht ganz ohne Rückschläge: Nachdem der alte Brückenrand abgerissen worden war, stellte sich heraus, dass - bevor die neuen Betonteile verlegt werden können - eine weitere Schicht aufgebracht werden muss. Das war so nicht geplant.

Auch das Wetter bereitete ab und zu Probleme. So erschwerten sowohl eisige Kälte und Schnee als auch extrem hohe Sommertemperaturen die Bauarbeiten, vor allem wenn Beton und Epoxidharz etwa beim Abdichten zum Einsatz kamen.

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