merken
Dresden

Dresdner Fähre stellt Betrieb ein

Grund ist das drohende Hochwasser am Wochenende. Auch weitere Verbindungen sind betroffen.

Fährt bis kommende Woche vermutlich nicht mehr: Die Dresdner Fähre "Johanna".
Fährt bis kommende Woche vermutlich nicht mehr: Die Dresdner Fähre "Johanna". © Marion Doering

Dresden. Am Freitagmorgen um 9 Uhr wurde die Fährverbindung zwischen Johannstadt und Neustadt vorübergehend eingestellt. DVB-Sprecher Falk Lösch teilte mit, der weiter ansteigende Elbpegel sei der Grund, weshalb das Schiff vorerst nicht fahre.

Bis voraussichtlich nächste Woche müsse die "Johanna" nun pausieren. Sie werde am Altstädter Ufer vertäut. Der Anleger in der Neustadt werde per Kran abgebaut und weiter oben am Ufer gesichert.

Anzeige
Digitaler Infotag an der BA Riesa & Leipzig
Digitaler Infotag an der BA Riesa & Leipzig

Die Berufsakademie (BA) Sachsen in Riesa und Leipzig lädt Studieninteressierte am 13. März 2021 zum digitalen Tag der offenen Tür mit Praxispartnern ein.

Nur noch die Autofähre kann fahren

Auch an der Fährstelle Kleinzschachwitz gibt es Einschränkungen. Dort ist seit Freitagmorgen nur noch die Autofähre unterwegs. Die abendliche Personenfähre, die abends normalerweise ab 21.30 Uhr und am Wochenende früh in Betrieb war, sei wegen des Hochwassers nicht zugänglich, so Lösch. Dafür springe aber die Autofähre ein, die deshalb nun von 5.30 Uhr bis Mitternacht im Einsatz sei.

Das drohende Hochwasser hat ebenfalls für eine Änderung bei den Buslinien gesorgt. Die Linie 88 fährt seit dem Morgen nicht mehr bis zur Endhaltestelle, weil der Vorplatz am Fähranleger Kleinzschachwitz nicht befahren werden kann.

Diese Einschränkungen sollten ÖPNV-Nutzer beachten

Denn dort stehe hochwasserbedingt die Befestigung für die Pontons der Autofähre, so Lösch. Stattdessen endet der Bus von Prohlis beziehungsweise Goppeln kommend in Kleinzschachwitz bereits an der Straßenbahnwendeschleife.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. Die Fährverbindung zwischen Tolkewitz und Niederpoyritz bleibe unverändert, heißt es von den DVB. "Dort gibt es bisher keine hochwasserbedingten Einschränkungen", informiert Falk Lösch.

Am Wochenende wird in Dresden ein Elbpegel von über vier Metern Höhe erwartet. Damit würde die Alarmstufe 1 des Warnmeldewerts überschritten, was bedeutet, dass mit ausuferndem Gewässer zu rechnen ist.

Weiterführende Artikel

Hochwasser in Dresden geht langsam zurück

Hochwasser in Dresden geht langsam zurück

Zwischenzeitlich ist der Elb-Pegel in Dresden drastisch angestiegen. Die aktuellen Entwicklungen am Wochenende.

Wer hinter Dresdens Monsterfisch steckt

Wer hinter Dresdens Monsterfisch steckt

Die Schaffer des mysteriösen Tiers am Elbufer haben sich geoutet. Jetzt haben sie den Fisch, der sogar einen Namen hat, vor der "Flut" in Sicherheit gebracht.

Auf der Website der Stadt gibt es seit Kurzem eine interaktive 3D-Karte. Wer wissen möchte, ab welchem Pegel wo das Wasser stände, kann hier verschiedene Berechnungsmodelle und Visualisierungen auswählen und sich die Überflutungen im Detail ansehen. (SZ/dkr)

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden