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Ewig-Baustelle: Ist die Bautzner in Dresden Weihnachten fertig?

Eigentlich sollten die Arbeiten im August erledigt sein. Jetzt gibt es eine neue Ankündigung. Die ist aber vage.

Von Christoph Springer
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Die Oberleitung wird in diesen Tagen komplettiert, vielleicht wird die "Bautzner" bis Weihnachten fertig.
Die Oberleitung wird in diesen Tagen komplettiert, vielleicht wird die "Bautzner" bis Weihnachten fertig. © Sven Ellger

Dresden. Fast eineinhalb Jahre Bauzeit für 350 Meter Gleis und Straße: Das wird Ende Dezember das Fazit sein für die Arbeiten auf der Bautzner Straße zwischen Fischhausstraße und Brockhausstraße. Geplant war ein Jahr Bauzeit. Erst im Sommer wurde bekannt - dieser Plan geht nicht auf.

Danach verlegten sich Stadt und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) auf eine Salamitaktik bei Antworten auf die Frage, wie lange dort noch gearbeitet werden muss und begründeten dies mit unerwarteten Problemen und der Tatsache, dass die Baufirmen nun auch auf anderen Baustellen arbeiten würden und ein völlig neuer Terminplan für den Rest der Arbeiten nötig sei.

Jetzt gabs wieder eine Salamischeibe. Zuletzt hatten die Verantwortlichen die Wiederinbetriebnahme der Straßenbahnstrecke zwischen dem Waldschlösschen und Bühlau für Anfang 2022 in Aussicht gestellt. Ohne konkreten Termin, erkennbar war nur: Vielleicht klappt es irgendwann im Januar.

Am Dienstag preschte nun die Social-Media-Abteilung der Verkehrsbetriebe vor und verkündete: Weihnachten fährt die "11" wieder durch. Doch das war noch nicht die letzte Salamischeibe bei der Festlegung des Freigabetermins: "Voraussichtlich am 24. Dezember beschenken wir euch mit der Freigabe der Strecke", heißt es in der Ankündigung bei Facebook.

Verkehrsbetriebe-Sprecher Falk Lösch kennt die Ankündigung, will sich aber noch nicht festlegen. In der nächsten Woche könne er mehr sagen, bislang sei von einer Streckenfreigabe "um Weihnachten" die Rede gewesen. Im Klartext: Mindestens eine Salamischeibe folgt noch, bestenfalls ist es die letzte.

2022 wieder Bau auf der "Bautzner"

Doch die Fahrgäste der "11" und die Autofahrer auf der "Bautzner" können sich bereits auf die nächste Geduldsprobe einstellen. Im nächsten Jahr stehen erneut Bauarbeiten auf der "Bautzner" an. Dann soll an dem Abschnitt zwischen Prießnitzstraße und Stolpener Straße gearbeitet werden. Dazu gehören die Einmündung der Radeberger Straße und die Brücke über die Prießnitz. Die Brücke ist marode, die Kreuzung soll eine Ampel bekommen.

Zur Bauzeit haben sich bisher weder die Stadt noch die DVB geäußert. Ob die "11" dann wieder nicht durchfahren kann, steht laut den Verkehrsbetrieben noch nicht fest. Möglich sei auch, dass parallel gebaut und gefahren wird, sagte Sprecher Falk Lösch. Ob das klappt und damit Ersatzverkehr zwischen Bühlau und der Neustadt vermieden werden kann, haben die DVB bisher noch nicht bekannt gegeben.